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Fairness
Das Jahr 2006 hat begonnen. Üblicherweise werden gute Vorsätze für das neue Jahr überlegt. Wir erhielten in dieser Woche einen netten Anruf. Jemand teilte uns mit, dass wir uns nicht zu viele gute und edle Vorsätze aufbürden sollten, denn der Weg zur Hölle sei mit vielen dieser guten Absichten gepflastert. Und seine seien die ersten an dieser Pforte. Frei nach dem Motto: „Je edler desto besser“. Aber vielleicht sollten wir uns einfach auf das Wesentliche konzentrieren. Mein Konkurrent ist ein Mitanbieter, nicht mein Feind. Mein Arbeitgeber gibt mir die Möglichkeit Geld zu verdienen. Er ist kein Ausbeuter. Mein Angestellter ist kein Sklave, sondern ermöglicht mir meine Geschäfte effizient zu gestalten. Mein Kunde ist kein dummes Schaf, sondern benötigt meine Kompetenz und mein Wissen. Die europäischen Firmen sind keine Abzocker, sondern garantieren mir gute, zertifizierte Produkte zu einem fairen Preis.
Die Zeiten sind nicht die einfachsten, aber es wird nicht besser, wenn wir konstant auf unseren minimalen Vorteil bedacht sind. Am letzten Jahreswechsel wurden über 20 Millionen Euro in den deutschen Nachthimmel geschossen. Bei diesem Anblick und den daraus resultierenden Zahlen stellte ich mir die Frage, warum wir dann im Miteinander so kleinlich sind. Sammelbestellungen in den USA führen zu der einen oder anderen Insolvenz. Einsparmaßnahmen in der Herstellung enden in Qualitätsminderung der Produkte. Die Folgen sind Kundenverlust und Geschäftsauflösungen. Wollen wir das wirklich? Für diese Jahr wünsche ich mir mehr Fairness, mehr Ehrlichkeit bei den Firmen, Kunden und Meisterschaften. Möge nicht der Stärkste gewinnen, denn Stärke ist nicht unbedingt Ausdruck von Rechtschaffenheit. Lasst uns alle ans Ziel kommen und der Ehrlichste soll gewinnen. Letztendlich sitzen wir alle im gleichen Boot. Wir sind nicht nur Anbieter, sondern auch Kunde.

J. Metze

Redaktion Prof Nail