Aufbau flacher Nägel

Wenn das Nagelbett sehr flach ist und es beispielsweise auch noch tief sitzt, ist es vergleichsweise sehr mühsam, eine „Arch“ bei der Nagelmodellage zu arbeiten. Auch falls der Kunde wohl mehr zu einer flacheren Modellage tendiert, sollte doch eine kleine Wölbung gearbeitet werden, um die Haltbarkeit der Modellage zu optimieren.
Oftmals wird dem Nail Designer beigebracht, die „Arch“ mit Gel, bzw. Pulver-Flüssigkeit aufzubauen. Doch dies ist heute nur noch bedingt zu empfehlen. Denn durch einen erhöhten Produktauftrag wird auch die Modellage eher starr und verliert an Flexibilität. Dies erhöht die Gefahr von Brüchen, gerade wenn der Kunde noch nicht so geschickt mit den verlängerten Nägeln umgehen kann. Auch kann durch zu viel Material ein Nagelbettbruch verursacht werden.

Optische Illusion

Eine Wölbung oder ausgeprägter „Arch“ wird heute durch die Art der Verlängerung gearbeitet. Schon beim Ansetzen der Schablone kann hierbei die Modellage der Arch vorbereitet werden. Die hier gezeigten Beispiele veranschaulichen sehr gut wie auch auf einem nicht optimalen Nagelbett die Arch durch die Wölbung der Verlängerung angebaut werden kann. Das Model hat ein flaches, eher tiefliegendes Nagelbett. In den nächsten Bildern können Sie sehr gut nachvollziehen wie die Schablone schon die gewölbte Verlängerung vorsieht.
Auch durch das Ansetzen eines Tips mit einer ausgeprägten Wölbung wird durch die Verlängerung die „Arch“ vorgegeben. Nach den Grundarbeitsschritten und der Vorbereitung der Nagelplatte wird der Tip an der freien Nagelspitze (an)gesetzt. Wenn die Auflagefläche der Tip nicht flach auf das Nagelbett gesetzt werden kann, sollte man in Erwägung ziehen, den Tip mit Pulver-Flüssigkeit zu setzen und den Zwischenraum zu unterfüttern. Oder man verwendet einen Tip, der nur wenig Auflagefläche aufweist, damit er mit einer Neigung nach unten gesetzt werden kann.