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Smart statt hart
Unsere Branche ist durch und durch feminin. So sind die Verhaltensweisen dementsprechend weiblich. Bedrückend sind hierbei die stutenbissigen Allüren, die sich eher lähmend als konstruktiv erweisen. Es stehen nicht mehr die Arbeitsinhalte im Vordergrund, sondern nur noch der eigene Vorteil. Was aber zu bedenken ist, dass durch diese belastenden Situationen zeitliche, geistige und natürlich auch finanzielle Kapazitäten gebunden werden. Immer häufiger werden Vorfälle bekannt, die von der mangelnder Kollegialität berichten. Nail Designer meckern über Kolleginnen oder angewandte Systeme. Ausbilder benennen Schulungen anderer Kollegen für unzulänglich. Firmen benützen Anwälte, um die Konkurrenz auf dem Markt einzuschränken. Natürlich beinhaltet jeder einzelne Fall und deren Anschuldigungen sicherlich auch einen Funken Wahrheit, doch ist es denn zwingend notwendig gleich mit harten Bandagen zu kämpfen und Energien zu vergeuden? Derzeit arbeiten in Deutschland ca. 30.000 Nail Designer. Laut Statistik können diese bei voller Auslas-tung maximal 3 Mio. Kunden bedienen. In Deutschland alleine können wir von einem potentiellen Kundenkreis von ca. 30 Mio. Menschen ausgehen. Sollten wir uns nicht einfach auf das Ziel konzentrieren diese Kunden zu erreichen? Durch das Deffamieren von Arbeitsweisen oder Kollegen wird der Zweifel der Notwendigkeit im Kunden geweckt. Stellt sich der Kunde nicht die Frage: wenn Acryl wirklich krebserregend wäre, was bewirkt dann Gel? Warum sollte ich überhaupt Fingernägel tragen? Die Verordnungen und Gesetze in der EU legen genügend Hürden für uns alle auf, die es gilt zu bewältigen und dennoch erfolgreich zu sein. Ein wenig mehr Kollegialität und etwas weniger Animosität würden viel bewirken. „Die meisten Menschen bewegen sich auf dem goldenen Mittelweg und wundern sich, wenn er verstopft ist.“ (Helmut Walters) Fokussieren Sie Ihren Weg und bauen Sie diesen aus, denn dieser ist einzigartig.

T. Malon und. J. Metze

Redaktion Prof Nail