Anleitung
Doch
allein der Kauf des Materials reicht natürlich noch nicht aus. Man muss
auch die Verarbeitung beherrschen, um den gewünschten Effekt zu
erzielen. Wie bei den meisten Techniken gibt es vielerlei
Verarbeitungsmethoden, die von den Nail Designern angewandt werden. So
wird gerade bei der Nagelbettverlängerung oftmals mit der Modellage des
Nagelbettes begonnen und danach die freie Nagelspitze an die Kante des
Überzugs gesetzt. Wir haben Stefanie LoRe gefragt, wie sie denn eine
Nagelmodellage mit Nagelbettverlängerung arbeiten würde. Hier die
Schritt-für-Schritt-Beschreibung, an der man auch gleich den
wunderschönen Effekt der Modellage bewundern kann.
Grundarbeitsschritt
Wie
bei jeder Modellage wird zu Beginn die Nagelhaut vorsichtig von der
Nagelplatte gelöst und in Richtung Matrix geschoben. Die auf der
Nagelplatte verbleibenden alten Hautschüppchen werden mit der
elektrischen Feile entfernt. Am besten nimmt man hierfür einen
Diamant-Bit mit einem kleinen Kugelaufsatz. Dieser ermöglicht es, auch
in der etwas tiefer gelegenen Nagelfalz die Reste der Nagelhaut von der
Nagelplatte zu entfernen. Die Nagelplatte sollte mattiert und gründlich
entfettet werden. Da das Nagelbett sehr kurz und die Auflagefläche des
Materials dementsprechend eingeschränkt ist, muss auf eine gründliche
Vorarbeit geachtet werden. Nachlässigkeit bei diesem Schritt führt in
den meisten Fällen zu Liftungen und zur daraus resultierenden
Unzufriedenheit der Kundin.
Schablone
Nach
den Grundarbeitsschritten wird nun die Schablone an die freie
Nagelspitze des Naturnagels gesetzt. Um die optimale Form zu
modellieren, ist darauf zu achten, dass die Schablone wirklich exakt am
Naturnagel anschließt. Eigentlich würde man nun erwarten, dass der
nächste Schritt die Modellage der Nagelplatte mit der Verlängerung ist.
Doch Stefanie beginnt wie gewohnt mit der Modellage der freien
Nagelspitze. Sie modelliert die freie Nagelspitze nicht an der
Smileline des Naturnagels sondern sie arbeitet die Smileline auf der
Schablone, ca. 2 mm vor dem eigentlichen Ende des Naturnagels. Auf die
Frage, warum Sie diese Technik so arbeite, erklärt Stefanie, dass sie
die Nagelmodellage immer auf diese Weise erstelle. „Die Modellage der
freien Nagelspitze und der Smileline wird täglich gearbeitet und ich
habe die Routine. Warum sollte ich denn zuerst das Nagelbett
modellieren? Es gibt hierfür keinen triftigen Grund“, meint sie.
Stefanie verwendet bei dieser Kundin einen Naturton für die freie
Nagelspitze. Da die Kundin ein eher sportlicher Typ ist und eine
French-Spitze von maximal 2 mm wünscht, kommt dies mit dem Naturton gut
zur Geltung. Stefanie mischt für die Kundin den gewünschten Ton aus
verschiedenen Pulvern an