Elektrische Feile (1)

Technik

Auf den ersten Blick ist eine elektrische Feile dem Powerfräser aus der Werkzeugabteilung eines Baumarktes sehr ähnlich. Doch wer schon einmal versucht hat mit diesem Fräser am Fingernagel zu arbeiten, merkt sehr bald, dass es hierbei große Unterschiede gibt. Das Handstück ist zu groß und zu schwer (ca. 400 – 500 g) um die detaillierten Arbeiten am Fingernagel exakt zu arbeiten. Die Lärm-entwicklung und Vibration stören bei der Arbeit am Nageltisch und wirken auf den Nail Designer oft ermüdend.

Der Einsatz einer elektrischen Feile im Nail Design Bereich war noch vor ein paar Jahren eher selten als die Regel. Durch die stetige Weiterentwicklung der Geräte und der Fräsaufsätze (Bits) wird der Einsatz für fast alle Arbeitsgebiete im Nagelstudio ermöglicht. Wenn man davon ausgeht, dass im Studio bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von ca. 8 bis 10 Stunden pro Tag gut 80 %, also 7 bis 8 Stunden, auf die Feilarbeit entfallen, ist es eigentlich logisch, dass immer mehr Nail Designer zur elektrischen Feile greifen. Neben der Zeitersparnis von bis zu 20 % der Feilzeit ist es vor allen Dingen der körperliche Einsatz, der mit der elektrischen Feile entfällt oder zumindest extrem minimiert wird. Verspannungen im Nacken, Schulter, Ober- und Unterarm sind häufige, unerwünschte Begleiterscheinungen für den Nail Designer. Karpaltunnelsyndrom und Entzündungen der Sehnenscheide können das Ende einer Karriere als Nail Designer bedeuten. Die meisten dieser Überbeanspruchungen durch manuelles Feilen können durch den gezielten Einsatz der elektrischen Feile verhindert, bzw. gelindert werden. Doch nicht jede Fräse oder elektrische Feile ist für den Einsatz im Nagelstudio zu empfehlen.