Patches

Unser Design, wenn es auch an die Arbeit des Patchworks erinnert, ist aber lange nicht so diffizil, wie sein Namensvetter aus der Handarbeit. Die Erstellung des hier gezeigten Designs ist auf verschiedene Arten möglich, die wir Ihnen gerne im Detail erklären möchten.

Vorbereitung
Natürlich beginnt man die Nagelmodellage mit der Vorbereitung des Naturnagels. Eine gründliche Vorbereitung ist die Grundvoraussetzung für eine haltbare und widerstandsfähige Modellage. Zuerst wird also die Nagelhaut vorsichtig angehoben und zur Matrix zurückgeschoben. Arbeiten Sie hierbei besonders vorsichtig. Das Gewebe ist lebendes Gewebe und sollte nicht verletzt werden. Auf der Nagelplatte haben sich Hautschüppchen der Nagelhaut festgesetzt. Diese müssen nun entfernt werden. Mit einem Propusher oder dem Naturnagelaufsatz für die elektrische Feile werden diese Ablagerungen von der Nagelplatte genommen. Auch hierbei ist äußerste Vorsicht geboten, da die Nagelplatte zu leicht in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Gerade bei neuen Feilaufsätzen kann es zu Feuerringen kommen, da Substanz von der Nagelplatte genommen wird. Die freie Nagelspitze wird gekürzt und in Form gefeilt. Bei diesem Design, das mit einem transparenten Anbau bearbeitet wird, ist es ganz wichtig, den Naturnagel so weit wie möglich zu kürzen.

Schablonenanpassung
Im Anschluss an die Vorbereitung setzt David nun die Schablone an. Wegen des kurzen Naturnagels kann dies unter Umständen etwas Probleme bereiten. Achten Sie darauf, dass die Schablone direkt unter dem Rand der Nagelspitze angesetzt wird und kein Abstand zum Naturnagel entsteht. Das Produkt, das für den Anbau aufgesetzt wird, würde sonst unter den Naturnagel laufen und den Tunnel unschön aussehen lassen.

Verlängerung
Der nächste Arbeitsschritt ist die Modellage der Verlängerung. Hierzu hat David ein klares Acrylpulver verwendet, das einige Glitterpartikel beinhaltet (Bild 1). Ein deckendes Glitterpulver ist für diese Modellage nicht zu empfehlen, da ansonsten die Patches nicht mehr richtig zur Geltung kommen würden. David arbeitet die Modellage etwas dünner als sonst üblich, da für das restliche Design noch einiges an Material aufgearbeitet wird.

Patches
Nun wird mit einem Farbpulver der erste Patch gearbeitet (Bilder 2 und 3). Beachten Sie bei dem Aufsetzen des Farbpulvers, dass dies sehr trocken gearbeitet wird. Anderenfalls würden die Farbpigmente nur in die darunter liegende Modellage „bluten“ und das Design würde an Brillanz verlieren. David arbeitet die Umrisse der Patches exakt aus, was zu einem späteren Zeitpunkt für die Fertigstellung wichtig ist. Wenn man bei dem Umgang mit trockenen Farbpulvern nicht so versiert ist, kann man das Material auch dünn auf eine Aluminiumfolie auftragen und trocknen lassen. Nach dem Antrocknen zieht man das Farbpulver von der Trägerfolie ab und schneidet es in die gewünschte Größe und Form. Eine ähnliche Verarbeitungstechnik haben wir in der Ausgabe 6, 2006 schon einmal von Tamara Baghoe gezeigt. Für das hier gezeigte Design werden drei unterschiedliche Farbpulver (Gelb, Pink und Weiß) verarbeitet. Die Farbzusammenstellung bleibt Ihnen überlassen. Ob nun Komplementär- oder Konträrfarben verarbeitet werden, ist Ihre freie Entscheidung. Natürlich können über die Farbpulver auch die Farbenlehre der verschiedenen Typen bzw. Farben eines bestimmten Outfits nachempfunden werden.

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