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Nail Design - Tipps und Tricks

Die Teilnahme kann ein wichtiger Punkt für die Popularität Ihres Studios werden und ein errungener Titel hat meist einen erhöhten Kundenzulauf zur Folge. Doch die Teilnahme an einer Meisterschaft vermittelt durch den Austausch mit Kollegen über Technik und Anwendungen vor allen Dingen Wissen, sowie eine Beurteilung durch einen Außenstehenden, aus der man Verbesserungsvorschläge für die eigene Arbeit gewinnen kann. Auch wenn Sie vielleicht nicht an den Meisterschaften teilnehmen möchten, stellen diese Hinweise wertvolle Tipps dar, die dazu beitragen, in der täglichen Studioarbeit eine schöne und professionelle Modellage entstehen zu lassen.

Das Modell
Noch lange vor Beginn einer Meisterschaft steht die Suche nach einem perfekten Modell mit wunderschönen Händen und einem perfekten Nagelbett. Sie sollten jemanden als Modell aussuchen, den Sie gut kennen und zu dem Sie Vertrauen haben. Natürlich sollte diese Person auch an den Tagen der Meisterschaften Zeit für Sie haben und etwas Geduld mitbringen, denn die Modellage und die Bewertung danach nehmen schon einiges an Zeit in Anspruch. Vergessen Sie nicht, auch ein Reservemodell zu organisieren. Immer wieder kommt es vor, dass Teilnehmer kurz vor einer Meisterschaft absagen müssen, weil das vorgesehene Modell kurzfristig krank geworden ist. Auch das Reservemodell sollte perfekte Hände und Nägel haben. Eine Maniküre am Tag vor der Meisterschaft ist in jedem Fall zu empfehlen. Der Naturnagel sollte gepflegt und passend zur Hand sein und das Modell sollte keine Verletzungen durch frühere Arbeit aufweisen. Wenn auch bei manchen Meisterschaften eine Inspektion der Hände vor Beginn der Arbeit stattfindet, bei der die Verletzungen, die das Modell aufweist, markiert werden, ist es auf jeden Fall empfehlenswert, auf ein Modell mit Verletzungen zu verzichten. Einige Meisterschaften sehen keine Inspektion vor, da man vom Teilnehmer erwartet, nur mit Modellen anzutreten, die perfekte Nägel und Hände vorweisen können. Geben Sie dem Modell ca. 2 bis 4 Wochen vor Meisterschaften einen täglichen Pflegeplan und die entsprechenden Produkte. Nagelöl sollte mindestens zweimal pro Tag auf die Nagelhaut aufgetragen und einmassiert werden. Eine gute Handcreme, Handmaske und Peeling sollten in den Wochen vor der Meisterschaft regelmäßig verwendet werden. Wenn nötig, sollte das Modell in der Woche vor der Meisterschaft zwei- bis dreimal eine Sonnenbank aufsuchen. Eine leicht gebräunte Haut auf den Händen lässt die neue Modellage noch ein bisschen eindrucksvoller aussehen.

   
     
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Nagelschmuck

Anleitung
Sabine Schiweck, selbst seit mehr als 15 Jahren Nail Designerin, hat ein persönliches Faible: Sie liebt und trägt extravaganten und teuren Schmuck. Dazu passend kreiert sie immer wieder passende Nail Art, die den exklusiven Ring oder das mit Brillanten besetzte Armband oder die brillantgeschmückte Uhr noch unterstreicht. Nach den Grundarbeitsschritten zur Vorbereitung des Naturnagels wird dieser mittels eines Tips verlängert. Um die später aufgebrachte Nail Art wirkungsvoll zu gestalten, wird die Länge der Modellage relativ lang (volle Länge des Nagelbettes) belassen. Sabine hat nun mit reinweißem Spitzen-Gel für die French-Modellage den gesamten Nagel überzogen. Nach diesem Arbeitsschritt wird der Nagel im UV-Lichthärtungsgerät ausgehärtet. Nun wird die Modellage mit einem Mehrphasen-Gel ein- bis zweimal überzogen. Jede Applikation wird im UV-Lichthärtungsgerät ausgehärtet. Die eigentliche Modellagearbeit ist nun beendet und die Nail Art kommt zur Anwendung. Lackieren Sie den Nagel mit einem klaren Überlack. In den noch feuchten Lack werden die Strasssteinchen mit dem Dottingtool exakt gesetzt. Sabine hat auf jedem Nagel den Besatz der Strasssteine variiert. Nehmen Sie nun ein Blättchen Blattgold zur Hand. Mit dem Spatel wird das Blattgold zerkleinert. Das hauchfeine Blattgold reißt in unterschiedlichen Stücken auseinander und wird beim Aufsetzen in den feuchten Lack etwas zerknüllt (Bild 6). Dies gibt der Nail Art einen zusätzlichen, dreidimensionalen Effekt. Sabine hat in dem hier gezeigten Beispiel die freie Nagelspitze der Modellage mit Blattgold überzogen. Zum Blattgold passen am besten die Multicolour-Strasssteinchen, zum Blattsilber würde Sabine die silber- oder anthrazitfarbenen Steinchen wählen. Der Nagel des kleinen Fingers wurde komplett mit Blattgold bedeckt und die Strassapplikation auf das Blattgold gesetzt (nur im Cover zu sehen). Zum Abschluss wird die Nail Art mit einem schnell tro-cknenden Überlack überzogen.



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Leasing (1)

Wegen der großen Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten von Leasingverträgen ist hier ein umfangreiches Steuerfachgebiet entstanden. Deshalb berichten wir im Teil 1 allgemein über Leasing, über einfache Vertragsformen, sowie über die Vor- und Nachteile des Leasings. In der nächsten Ausgabe werden wir im Teil 2 speziell auf das steuerlich problematische Finanzierungsleasing eingehen.

Begriff des Leasings
Leasing ist eine besondere Vertragsform zur Vermietung und Verpachtung von Investitions- und Konsumgütern. Im Leasingvertrag werden außerdem Pflichten des Vermieters (Leasing-Gebers) auf den Mieter (Leasing-Nehmer) übertragen, wie z.B. Reparaturen, Wartungen, Instandsetzungsleistungen oder Versicherungen.

Leasingvertrag
Die wichtigste, steuerliche Frage bei Leasinggeschäften ist immer, ob das Leasingobjekt dem Leasing-Geber (LG) oder dem Leasing-Nehmer (LN) zuzurechnen ist, bzw. wer von beiden der wirtschaftliche Eigentümer des Leasingobjektes ist und somit das Leasingobjekt zu aktivieren und abzuschreiben hat. Um die steuerliche Behandlung des Leasingobjektes im Einzelfall beurteilen zu können, werden die vertraglichen Regelungen und Bedingungen von Seiten der Finanzbehörden zur Bewertung herangezogen.
Grundsätzlich gilt: Wird das wirtschaftliche Eigentum des Leasingobjektes dem LG zugerechnet, dann aktiviert der LG das Leasingobjekt, schreibt das Leasingobjekt jährlich ab und verbucht die Leasingraten als Umsatzerlöse. Der LN setzt die Leasingraten in voller Höhe als Betriebsausgaben ab.
Wird das wirtschaftliche Eigentum des Leasingobjektes hingegen dem LN zugerechnet, dann wird steuerlich so verfahren, wie wenn der LN die Anschaffung des Leasingobjektes über ein Kreditinstitut abgewickelt hätte. Das heißt, das Leasingobjekt wird beim LN mit den Anschaffungskosten aktiviert. Als Betriebsausgabe für die Investition wird die jährliche Abschreibung angesetzt. Die Leasingrate wird wie eine Kreditrate behandelt, wobei die Leasingrate in einen Tilgungs- und Zinsanteil aufgeteilt wird. Der Zinsanteil schmälert als neutraler Aufwand den Gewinn. Der Tilgungsanteil ist gewinnneutral und schmälert die Verbindlichkeit gegenüber der Leasinggesellschaft.