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Arabesque


„Schon vor Jahren habe ich diese Technik das erste Mal gesehen“, so die Reaktion von Terri Malon, als sie das erste Mal die Bilder von Rebecca Herzog sah. Rebecca hat vor einiger Zeit eine sehr kritische Mail an die Redaktion der Prof Nail gesandt. „Sie bringen ja immer nur Beiträge von prominenten Nail Designern!“, so die Kritik von Rebecca. Wir haben ihr eine Mail geschickt, um ihr mitzuteilen, dass wir uns freuen würden, wenn auch junge Kolleginnen den Mut fänden, uns mit Bildern und Ideen zu versorgen. Dies war der Anlass, warum uns Rebecca Herzog ihre Nail Art vorstellte.

Bevor wir im Einzelnen auf diese extravagante Nail-Art-Technik eingehen, muss natürlich eine Modellage erstellt werden. Ob dies nun mit Gel oder mit dem Pulver-Flüssigkeits-System gearbeitet wird, ist dem Können des Nail Designers bzw. dem Wunsch der Kundin überlassen. Rebecca beginnt die Modellage, indem sie eine Nagelbettverlängerung mit einem opaken Modellageprodukt arbeitet. Davor wurde der Naturnagel natürlich gründlich auf die Modellage vorbereitet und nach dem Ansetzen der Schablone die Nagelbettverlängerung aufmodelliert. Danach wird die Verlängerung mit klarem Produkt erstellt. Sorgfältig arbeitet Rebecca nun die Arch aus, um der Stilettomodellage mehr Stabilität zu geben. Die freie Nagelspitze wird mit weißem Modellageprodukt überzogen und nach dem An- bzw. Aushärten kann der Nagel in Form gefeilt werden. „Gerade bei langen Nägeln, wie bei de Stilettomodellage, ist die Statik des Anbaus ganz besonders wichtig. …

(lesen Sie mehr über dieses Motiv in Ausgabe 8/2008

Mit Dank an Rebekka Herzog
www.butterfly-nails.net



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Perlenschimmer


„Schlicht und bestechend“, das sind die Begriffe, die einem beim Betrachten dieses Designs, das für die kommende Ballsaison entworfen wurde, einfallen. „Nail Art muss nicht immer kompliziert und aufwendig sein – gerade einfache Designs, die durch die Kontraste wirken, gefallen den Kunden von heute“, meint Stella Öhlschläger, die dieses Design für uns entworfen hat.

Anleitung

„Gerade bei der Stilettoform, die durch die Länge des Anbaus besticht, muss auf eine gründliche Vorbereitung des Naturnagels geachtet werden. Hierfür wird die Nagelhaut von der Nagelplatte angehoben und zur Matrix zurückgeschoben. Danach werden mittels eines Propushers Hautschüppchen von der Nagelplatte entfernt und der Naturnagel in Wuchsrichtung mattiert. Viele Nail Designer scheuen das Mattieren und verwenden hierfür nur feinkörnige Feilen. Doch je gründlicher die Nagelplatte mattiert wird, ohne diese zu sehr aufzurauen, umso stabiler ist die danach gearbeitete Modellage“, weiß Stella. Bei dem hier gezeigten Beispiel hatte die Kundin ein eher kurzes Nagelbett. Die Stilettomodellage kommt am besten zu Geltung, wenn ein ausgeprägtes Nagelbett vorhanden ist. „Mit den Modellageprodukten von heute kann dies aber auch täuschend echt modelliert werden. Bei dem Modell habe ich mit opakem Material einfach das Nagelbett verlängert und eine ausgeprägte und hochgezogene Smileline modelliert“, lässt uns Stella über ihre Arbeitsweise wissen. So hat sie nach dem Ansetzen der Schablone  mit einem deckenden Modellagepulver das Nagelbett der Kundin verlängert. Mit einem irisierenden, weißen Glitzerpulver modelliert Stella nun die Stilettospitze. Um die Stabilität der langen Modellagearbeit zu gewährleisten, wird die Verlängerung mit klarem Pulver komplett überzogen ...

(lesen Sie mehr über dieses Motiv in Ausgabe 8/2008

Mit Dank an Stella Öhlschläger

www.the-nailgarage.de


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Stained Glas


Farbiges Modellagematerial gewinnt immer mehr an Stellenwert. Kaum eine Modellage oder ein Service im Studio, ohne dass farbiges Gel bzw. Acrylpulver Verwendung findet. Doch noch bevor die Vielzahl der Farbgele bzw. Farbpulver entwickelt wurde, hat man schon Farbe in der Modellage angeboten – aber mit Farbe im Liquid. Mithilfe dieser Colourdrops wird das Liquid eingefärbt. Abhängig davon, ob man dann mit klarem oder mit weißem Pulver arbeitet, ist die Modellagearbeit unter Umständen durchsichtig – also wie buntes Glas. Das hier gezeigte Design illustriert in beeindruckender Weise, wie man mit Colourdrops eine wunderschöne Modellage erstellen kann.

Hintergrund

Vor nur wenigen Jahren gab es auf dem Markt weder farbiges Gel noch Pulver. Wollte eine Kundin Farbe auf den Fingernägeln haben, musste sie sich mit Nagellacken zufriedengeben. Selbst wenn der Nagellack auf dem Modellageprodukt besser hält als auf dem Naturnagel, so musste doch die Kundin nach 8-10 Tagen die Lackierung erneuern. Durch die Entwicklungen der Hersteller ist es heute sehr einfach, mit farbigen Gelen oder Pulvern Designmodellagen zu erstellen. Die Auswahl an Farben lässt (beinahe) keine Wünsche mehr offen und die Hersteller und Vertriebsfirmen bringen laufend neue Farbtöne und Nuancen auf den Markt. Doch die meisten Gele oder Pulver sind so beschaffen, dass die Farbe deckend aufgetragen wird. Daraus ist zu schließen, dass vorrangig weißes Modellageprodukt verwendet wird. Der Effekt von buntem Glas („Stained Glas“) entsteht bei der Verarbeitung aber nur, wenn klares Pulver bzw. Gel als Basis für das farbige Produkt verwendet wurde. Astrid Michalka hat mit den Colourdrops eine Möglichkeit gefunden, ihren Kunden diesen Effekt anzubieten. Schritt für Schritt

„Natürlich wird wie bei jeder Modellagearbeit der Naturnagel auf den Produktauftrag vorbereitet. Hierzu wird die Nagelhaut von der Nagelplatte gelöst und zum Nagelfalz geschoben. Abgelagerte Hautschüppchen werden mit der elektrischen Feile und einem dafür vorgesehenen Bit entfernt und dann die Nagelplatte vorsichtig in Wuchsrichtung mattiert“, betont Astrid. Nun setzt sie eine Schablone unter die freie Nagelspitze. Ggf. wird nun noch ein Haftvermittler oder Primer aufgetragen. Gespannt beobachten wir die nächsten Schritte: die Vorbereitung der Produkte. Astrid füllt aus dem Behälter Liquid in ein Dappenglas ein. Sie nimmt die Colourdrops und mischt ein paar Tropfen zum Liquid. Mit roten und ein paar grünen Tropfen mischt sie ein warmes Weinrot – fast wie ein gutes Glas Rotwein. Sie taucht den Pinsel in das gefärbte Liquid und nimmt dann klares Pulver auf, um die freie Nagelspitze zu modellieren. Schon auf der Schablone ist gut zu erkennen, dass die Verlängerung wie buntes Glas, also durchscheinend ist. Astrid modelliert mit dem farbigen Produkt bis zur Smileline. „Um die Smileline exakt zu zeichnen, muss aber der Pinsel wieder gereinigt werden. Die Colourdrops würden sonst Rückstände auf dem Nagelbett hinterlassen“, erklärt Astrid. Mit einem extra Dappenglas, in das sie klares Liquid eingefüllt hat, säubert Astrid den Pinsel akribisch. Im nächsten Arbeitsschritt überzieht Sie die Verlängerung und das Nagelbett mit klarem Modellageprodukt. Da sie sich für eine Stilettomodellage entschieden hat, achtet Astrid darauf, dass der Aufbau exakt gearbeitet ist. Nun wird die Schablone abgenommen und die Modellage in Form gefeilt. Schon jetzt ist zu erkennen, dass die Colourdrops in der Verlängerung einen wunderschönen Effekt wie Stained Glas ergeben. …

(lesen Sie mehr über dieses Motiv in Ausgabe 8/2008

Mit Dank an Astrid Michalka (Cesars Secrets München)

www.cesars.de