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Erfolg im neuen Jahr


Es scheint schon eine kleine Ewigkeit her zu sein, dass wir den Weihnachtsbaum geschmückt und den Gänsebraten gegessen haben. Die Ereignisse wie Messen und Meisterschaften werfen ihre Schatten voraus und der Alltag hat uns wieder. Wo sind die guten Vorsätze, die wir uns noch zur Jahreswende als Ziele gesteckt haben? Auch wir in der Redaktion der Prof Nail haben uns einige Ziele für das neue Jahr gesteckt. Informativ, immer auf dem neuesten Stand, neue Produkte und Techniken, prominente Kollegen und wichtige Events, Interpretation der Verordnungen und fachliche Ratschläge – all das möchten wir unseren Lesern regelmäßig präsentieren und versuchen, diesen guten Vorsatz auch einzuhalten.

Dass das neue Jahr mitunter nicht ganz einfach sein wird, sagen uns die Wirtschaftsexperten voraus. Die zu erwartenden Arbeitslosenzahlen lassen den Schluss zu, dass die Nagelstudiobetreiber den Einkauf von Produkten nur mit größter Sorgfalt und mit hohem Preisbewusstsein durchführen werden. Hersteller und Vertriebsfirmen werden dies nicht außer Acht lassen können. Auch wir von der Prof Nail wollen in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen Beitrag zu deren Bewältigung leisten. Seit Beginn des Jahres bieten wir ein Miniabonnement an. Vier Ausgaben für nur 28,50 Euro ermöglichen es gerade dem Branchenneuling, die Betriebskosten im Rahmen zu halten.

„Das Jahr 2010 wird sicherlich nicht einfach. Schon jetzt sehen wir Anzeichen einer Umstrukturierung. Wer das Jahr geschäftlich einigermaßen unbeschadet übersteht, wird ab dem kommenden Jahr auch wieder einen Zuwachs verbuchen können“, so die Vorhersage für unsere Branche. Wir von der Redaktion der Prof Nail wünschen Ihnen ein erfolgreiches Geschäftsjahr.

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Der Kuss


Dass ein Gemälde, das vor knapp 100 Jahren geschaffen wurde, auf einer Nagelmodellage nachempfunden wird, ist eher selten. Umso mehr freut es uns, Ihnen heute dieses Kunstwerk im Detail erläutern und eine Anleitung zur Erstellung dieser wundervollen Nail Art präsentieren zu können. Bei „Nail Art“ würde man wörtlich übersetzt von „Nagelkunst“ sprechen. Doch nicht alles, was wir als Nail Art bezeichnen, ist auch wirklich Kunst. Das Gemälde, das Chantal Schwede heute für uns nachgearbeitet hat, ist eines der berühmtesten Kunstwerke von Gustav Klimt, der dieses Bild von 1907 bis 1908 geschaffen hat. Heute gilt „Der Kuss“ als das bedeutendste Gemälde des Jugendstils.

Hintergrund


„Warum findet man so wenig ‚Art‘ (also Kunst) in der Nail Art?“, so die Reaktion auf viele Arbeiten, die man auf schier unendlich vielen Seiten im Internet finden kann. Den Begriff Art bzw. Kunst kann man auf viele der gezeigten Nagelmodellagen wirklich nicht anwenden. Doch die hier gezeigte Arbeit von Chantal Schwede, die für Magnetic Nails als internationale Ausbilderin tätig ist und in den kommenden Tagen ihr Ausbildungs- und Schulungszentrum in Butzbach (in der Nähe von Frankfurt) eröffnen wird, verdient wirklich den Bezeichnung Kunst. Chantal hat hier gekonnt den Jugendstil nachgearbeitet und ein wirkliches Kunstwerk geschaffen.

Arbeitsweise

Natürlich ist für eine Arbeit dieser Dimension eine etwas größere Grundfläche vonnöten. Um das Meisterwerk erstellen zu können, verwendet Chantal einen speziellen Nail-Art-Tip. Bei einer Boxed Competition wäre diese Arbeit ein wirklich bemerkenswerter Beitrag. Im ersten Arbeitsschritt zeichnet Chantal mit einer beigen Acrylfarbe die Umrisse der weiblichen Person auf. Etwas abgedunkelt werden die Umrisse des Mannes, der sich über die Frau beugt, aufgetragen. Detailliert arbeitet Chantal nun die Gesichtszüge aus und zeichnet die Hände, wie sie den Frauenkörper umschließen. Sogar im Vergleich mit dem Originalbild sind die Details bemerkenswert. Um diese Detailarbeit zu sichern, wird der Nagel mit klarem Modellage-Gel überzogen. Den vollständigen Artikel lesen sind der gedruckten Version – Ausgabe1/2010.



Mit Dank an Chantal Schwede www.magnetic-frankfurt.de

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Lavendeltraum

Nathalie Lutz hat schon einige bemerkenswerte Arbeiten bei der Redaktion eingereicht. Die junge Künstlerin erstellte diesmal auf beeindruckende Weise ein Motiv mit Gel und Blattgold, das in der Redaktion als exquisit bezeichnet wurde. Die hier dargestellte Gel-Nail-Art ist an jedem Finger ganz unterschiedlich und abstrakt gestaltet. Wir haben einen Finger ausgewählt, um die Arbeitsweise in einzelnen Schritten aufzuzeigen.

Vorbereitung

„Auch wenn man generell den Naturnagel gründlich auf die Modellagearbeit vorbereiten sollte, ist bei einer Stilettomodellage ein noch größeres Augenmerk auf diese Arbeitsschritte zu richten. Wegen der Länge braucht das Material besondere Anhaftungseigenschaften am Naturnagel, um auch alltagstauglich zu sein“, betont Nathalie. Hierfür wird die Nagelhaut vorsichtig von der Nagelplatte angehoben und zum Nagelfalz zurückgeschoben. Abgelagerte Hautschüppchen werden mit der elektrischen Feile gründlich entfernt und die Nagelplatte mit einer Feile in Wuchsrichtung mattiert. Die freie Nagelspitze wird gekürzt und eine Schablone als Träger für das Modellagematerial angesetzt. „Die Schablonen, die ich für die Stilettomodellage benutze, haben eine Zeichnung für die Seitenlinien. Gerade bei der Verarbeitung des Gelsystems macht dies die exakte Modellage sehr viel einfacher. Man spart Arbeitszeit bei der Formbefeilung“, erläutert Nathalie.

Schritt für Schritt


Nach dem Auftrag des Haftvermittlers zieht Nathalie eine dünne Schicht klares Modellage-Gel über den Naturnagel und die Schablone und härtet das Gel im UV-Lichthärtungsgerät aus. Mit lavendelfarbenem Gel wird nun ein asymmetrischer Tropfen entlang der Seitenlinie aufgetragen und wiederum ausgehärtet. In die bei der Aushärtung entstandene Inhibitionsschicht legt Nathalie nun einige kleine Abrisse Blattgold ein und versiegelt den Nagel nochmals mit Modellage-Gel. Wenn die Inhibitionsschicht abgenommen ist, kann die Schablone entfernt werden. Jetzt wird der Nagel in Form gefeilt. Hierzu werden zuerst die Seitenlinien befeilt und die Spitze der Stilettoform erstellt. Danach wird die Oberfläche des modellierten Nagels befeilt. Nathalie achtet darauf, dass die Arch herausgearbeitet wird, um die Stabilität nicht zu beeinträchtigen. Nun kann mit den weiteren Arbeitsschritten des Designs fortgefahren werden. Mit einem schwarzen 3-D-Gel zeichnet Nathalie entlang des lavendelfarbenen Gels, das vorher über Teile der Nagelplatte aufgetragen wurde. „Bei diesen detaillierten Zeichnungen sollte man auf jeden Fall ein sehr festes 3-D-Gel verwenden. Zu leicht verläuft bei den normalen Farbgelen die Zeichnung und sieht unsauber aus“, erklärt Nathalie die Wahl des Produkts. „Alternativ könnte man auch mit schwarzer Acrylfarbe arbeiten und die Zeichnung nach Wunsch erstellen. Doch ich bevorzuge Gel bei der Erstellung meines Designs.“ … Den vollständigen Artikel lesen sind der gedruckten Version – Ausgabe1/2010.

Mit Dank an Nathalie Lutz www.nathalie-lutz.de

 
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Smileline und Arch

Die hier gezeigte Modellagearbeit ist sicherlich etwas für die fortgeschrittene Nail Designerin. „Sie kann aber auch in den einzelnen Schritten leicht für eine nicht so erfahrene Kollegin verändert werden. Das Einlegen von Tüll oder Stoff ist ein sehr effektiver Weg, einer Modellage ein interessantes Design zu geben. Durch die Kombination mit Glittergelen oder Pulver wird die Modellage zum modischen Blickfang für jede Hand“, erläutert Diana ihre Wahl der Materialien. Hierbei ist es nicht wichtig, ob Sie mit Gel oder dem Pulver-Flüssigkeits-System arbeiten. Das Einlegen von Tüll und Stoff bzw. Papiermotiven ist eine gängige Nail-Art-Technik, die hier auf beeindruckende Weise gezeigt wird.

Schritt für Schritt


Vor der eigentlichen Modellage sollten die Nägel gründlich auf den Produktauftrag vorbereitet werden. Hierzu wird die Nagelhaut vorsichtig von der Nagelplatte angehoben und zum Nagelfalz zurückgeschoben. Abgelagerte Hautschüppchen werden mit der elektrischen Feile und einem dafür vorgesehenen Bit vorsichtig von der Nagelplatte entfernt. Danach wird die Nagelplatte in Wuchsrichtung mit einer weichen Feile oder einem Buffer mattiert. „Gerade bei sehr langen bzw. Stilettomodellagen sollte auf jeden Fall ein Haftvermittler bzw. Primer aufgetragen werden. Dieser unterstützt die Anhaftung des Modellageprodukts an den Naturnagel und verhindert etwaige Liftings“, weiß Diana. Nachdem die freie Nagelspitze in Form gefeilt wurde, setzt Diana eine Schablone an. Mit einem deckenden Modellageprodukt wird nun das Nagelbett überzogen und die Smileline modelliert. „Heidi hat von Natur aus ein wunderschönes und langes Nagelbett. Eigentlich braucht man bei diesen Voraussetzungen gar kein deckendes Produkt. Doch die meisten Kunden haben leider nicht diese idealen Voraussetzungen und deswegen haben wir für den Fotoshoot mit deckendem Pulver gearbeitet“, erklärt Diana.

Material einlegen

Bevor der Tüll eingelegt wird, modelliert Diana eine sehr dünne Schicht klares Modellageprodukt über die Schablone. Nachdem es etwas angehärtet ist, drückt sie den Tüll in das noch weiche Material. „Arbeitet man mit Gel, kann man den Tüll in die Inhibitionsschicht einlegen, die nach dem Aushärten auf der Gelschicht liegt“, lässt uns Diana wissen. Mit kleinen Produktbällchen glättet Diana den Tüll und umschließt damit das Gewebe.

Glitter

Nun kann das Glitterpulver aufgetragen werden. Vorsichtig setzt Diana das Produktbällchen exakt an der Smileline an. „Gerade bei dunklen Farben sollte man hierbei darauf achten, dass das Produkt trocken gearbeitet wird. Zu leicht könnte die dunkle Farbe mit dem Liquid in das Nagelbett bluten“, warnt Diana. Mit dem schwarz-silbernen Glitter wird nun die Smileline nachgezogen. Für die Spitze wählt Diana ein irisierendes Glitterpulver und modelliert diese damit. Der Nagel wird nun mit klarem Produkt stabilisiert. …

Den vollständigen Artikel lesen sind der gedruckten Version – Ausgabe1/2010.

Mit Dank an Diana Hattwig
www.zauber-nails.de