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Schwere Zeiten

Auch wenn in der Wirtschaft schon wieder über einen kleinen Aufschwung berichtet wird, in der Nagelindustrie stehen die Zeichen auf Krise. Die Messeveranstalter zählen weniger Besucher und Firmen buchen weniger Messeauftritte. Gerade die Umsatzzahlen bei den Vertriebs- und Herstellerfirmen sind rückläufig und die Geschäftsleitungen prüfen jede ihrer Investitionen genauestens. Letztendlich liegt die Ursache darin, dass auch in den Studios die Zurückhaltung der Endverbraucher zu spüren ist und damit natürlich auch die Produktkäufe durch die Firmen zurückgehen.
Immer mehr Nail Designer ordern bei Billiganbietern, meist über das Internet, die Produkte für ihren Studiobedarf. Markenprodukte kommen nur noch selten bei der Kaufentscheidung zum Zug und doch sind es gerade die großen Marken, die in Forschung und Entwicklung investieren. Aufgrund der Kosmetikverordnung gibt es für den Markt Vorschriften über Inhaltsstoffe, Zulassung und Auszeichnung. Firmen, die Billigprodukte anbieten, erfüllen diese Vorschriften oftmals nicht und verschaffen sich damit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Anbietern, die allen Gesetzen und Vorschriften Folge leisten. Mit Ihrer Kaufentscheidung beeinflussen Sie diesen Markt. Denken Sie bei jeder Bestellung daran und unterstützen Sie die Zukunft unserer Industrie. Letztendlich kommen Markenprodukte billiger, weil sie Ihren Erfolg bei den Kunden vergrößern. Nur wenn jeder Teilnehmer dieses Marktes mit den gleichen Voraussetzungen spielt, kann durch einen fairen Wettbewerb die Vielzahl der Anbieter auch in Zukunft existieren. Es ist Ihre Entscheidung!

Ihr Prof Nail Team

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Eis am Stiel

Auch wenn zum Zeitpunkt als dieser Artikel entstand, die Temperaturen alles andere als sommerlich waren, ist es doch angezeigt, unsere Leser ein wenig auf den Sommer einzustimmen. Professionails, eine große Firma aus Belgien, stellte dieses Mal das Cover zur Verfügung. Ausgesucht haben wir es, weil es dem Betrachter das Gefühl von Sommer, Sonne und Eis am Stiel toll vermittelt.
Handmalerei gewinnt in den Studios immer mehr an Bedeutung. Die bunten Designs, die mit Acrylfarben erstellt werden können, wirken frisch und lebendig und können farblich optimal auf das Outfit bzw. einen Anlass oder die Jahreszeit abgestimmt werden. Das Design, das Esther Glas hier gearbeitet hat, erinnert ein wenig an den Stil der 60er-Jahre. Hier finden Sie die Designanleitung und ein paar Tipps und Tricks der Profis sowie Variationen der Arbeitsweise.

Design
Die Sechzigerjahre mit ihrem Flower-Power-Stil haben uns mit wilden Farbspielen und Formen fasziniert. Große Blumen und markante Farbkombinationen, die kein Designer zuvor auf Drucken, Kleidern oder bei den Accessoires verwendet hätte, wurden zum stilistischen Mittelpunkt dieser Epoche. Gerade in den letzten Monaten greifen einige Mode- und Möbeldesigner diesen Trend wieder auf und begeistern heute viele junge Leute mit dem Mut zu Form und Farbe.

Schritt für Schritt
Mit Acrylfarben zu malen, muss geübt werden. Eigentlich ist das Malen relativ einfach, doch durch die Wölbung des Nagels kommt es gelegentlich zum Abrutschen des Pinsels und damit zu unschönen „Fahrern“ im Design. Esther verwendete für dieses Design Acrylfarben von Professionails. Diese Farben sind in kleinen Flaschen verpackt, die über einen Tubenaufsatz verfügen, damit die Farbe sauber dosiert werden kann. Esther beginnt mit Kringeln und Ringen, die über dem Nagel verteilt werden. Sie achtet beim Malen darauf, dass die nebeneinanderliegenden Ringe mit Kontrastfarben gemalt werden. Lila gefolgt von Gelb und dann Rosa und Orange. Giftgrün gefolgt von Orange, dann Lila und dann wieder Rosa. Diese Farbkombination ist typisch für die Designs der 60er-Jahre, die man bei Kleidern, Möbeln und auch Tapeten finden konnte. Nachdem die Ringe eine genügende Größe erreicht haben, wird mit weißer Farbe der Abschluss gemalt. Mit feinen Strichen werden feine Unterteilungen in die Ringe gemalt und zum Rand die Farbringe abgerundet, damit sie wie Blütenblätter aussehen. Nun wird der Hintergrund mit weißer Farbe komplettiert. Jetzt setzt Esther kleine farbige Punkte auf den weißen Hintergrund und zieht mit einem sehr feinen Pinsel Kringel in Kontrastfarben hinein. Abhängig von der Geschicklichkeit des Nail Designers werden nun noch einzelne Details wie Kringel und Tupfen aufgemalt. Zum Abschluss wird der Nagel mit einem Versiegelungsgel oder einem Top-Gloss-Lack überzogen und damit das Design haltbar auf dem Nagel fixiert. … (vollständiger Artikel finden Sie im Magazin)

Mit Dank an Professionails

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DESAH

Das Pinchen einer Neumodellage erhöht die Haltbarkeit und beeinflusst das Aussehen. Wir zeigen Ihnen hier Wege auf, die Nägel in eine schöne und ästhetische Form zu pinchen. Kurz vor der „Beauty International 2010“ in Düsseldorf erhielten wir einen Anruf, der uns auf eine bemerkenswerte Entwicklung in diesem Bereich aufmerksam machte. Gemeinsam mit ausgewählten Nail Designern des BDND hatte Prof Nail die Möglichkeit, dieses neu entwickelte Instrument direkt auf der Messe in Düsseldorf zu testen. Hier unser Bericht.

Um die Verlängerung des Naturnagels optimal zu gestalten, bedarf es einer Schablonenmodellage. Natürlich hat auch die Verarbeitung von Tips einen gewissen Stellenwert in der Nagelindustrie, doch die Modellage der Kunststoffe über Schablone kann getrost als die „hohe Kunst“ der Modellage bezeichnet werden. Jeder Nail Designer, der etwas auf sich und sein Können hält, bietet seinen Kunden diesen Service im Studio an. „Die meisten Kunden sind sehr beeindruckt, wenn man mit einer Papierschablone und ein wenig Modellagekunststoff einen Nagel designt. Neben dem Tragekomfort für die Kunden (kein Spannungsgefühl, das von den Tips herrühren kann) ist die Schablonenmodellage aber vor allen Dingen der perfekte Weg, seine Kunden langfristig an sich und das Studio zu binden. Keine Kundin würde es versuchen, sich selbst Schablonen anzusetzen, um sich selbst die Nägel zu verlängern, wie es dahingegen viele Kundinnen mit den Tips versuchen“, erklärt Bianca Schratzenstaller, die für den BDND auf der „Beauty International“ ihr Können am Stand der Prof Nail zeigte. Nachdem die Resonanz auf das neue Instrument zum Pinchen durchwegs positiv ausfiel, baten wir Peter Bär, der seit Kurzem mit der Entwicklerfirma Nail Selection zusammenarbeitet, eine Anwendungsanleitung für unser Magazin zu erstellen.

Warum Pinchen?
Das Pinchen der Modellage verleiht ihr ein graziles und formvollendetes Aussehen. Neben den optischen Effekten ist aber vor allen Dingen die Statik und Haltbarkeit der Nägel der Grund für das Pinchen. Ein gepinchter Nagel kann sehr viel dünner gearbeitet werden, ohne dass die Haltbarkeit oder Trageeigenschaft der Modellage beeinträchtigt wird. … (vollständiger Artikel finden Sie im Magazin)
Produktinfo: www.nail-selection.de

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Time Warp

Schon des Öfteren haben wir über das Thema „Smileline“ berichtet. Doch immer noch sehen wir Bilder von Modellagen, die nicht dem entsprechen, wie ein schöner Nagel aussehen sollte. Und dies ist keine Diskussion über Geschmacksfragen! Eine Smileline ist genau das, was das Wort umschreibt: ein Lächeln! Für diese Ausgabe haben wir Silvia-Anne Müller und das Team von Harmony gebeten, einmal die unterschiedlichsten Arten des „Lächelns“ zu modellieren.

Hintergrund
Schon in der letzten Ausgabe haben wir einen ausführlichen Artikel über die Anfertigung einer schönen Smileline veröffentlicht. Wir haben Ihnen gezeigt, dass eine Smileline in Form einer Parabel kreiert wird und auch die unterschiedlichen Wölbungen vorgezeichnet. Aber Bilder sagen mehr als 1.000 Worte! Aus diesem Grund möchten wir heute erneut das Thema „Smileline“ aufgreifen und anhand von nicht so schönen Beispielen die Unterschiede aufzeigen.

Begriffserklärung
Als „Smileline“ bezeichnet man die Kante zwischen dem weißen Modellageprodukt und dem rosafarbenen bzw. opaken Produkt, das über das Nagelbett gearbeitet wird. Auch der Naturnagel hat eine Smileline. Die Form dieser natürlichen Smileline ist von einigen Faktoren abhängig, beispielsweise wie lange schon Modellagen getragen werden oder ob die Person ein Nagelbeißer ist (und die freie Nagelkante ständig abknabbert), was die Länge des Nagelbetts verkürzt und auch die Form der Smileline beeinflusst. Es gibt Personen, deren Hyponichium weiter nach vorne wächst, als der Finger eigentlich ist. Dann ist die Nagelplatte optisch länger als der Finger und die Smileline sitzt an dem Punkt, an dem das Hyponichium endet. Zugegeben, dass diese Personen wohl eher selten als Kunden im Nagelstudio zu finden sind, doch auch an einem Nagelbeißer kann eine schöne Smileline kreiert werden.

Flatline

Auch wenn dies eine etwas negative Bezeichnung ist, so ist es doch wichtig, diese zu erklären: Eigentlich kommt der Begriff aus der Medizin. Als „Flatline“ bezeichnet man die Linie, die auf einem Herzmonitor erscheint, wenn der Patient keinen Herzschlag mehr hat, in anderen Worten, wenn er verstorben ist. Für einen Profi ist ein Nagel, der keine Smileline aufweist, genau das: Der Patient ist verstorben! Klingt krass? Ist es auch. Betrachten Sie kritisch das Bild 1. Die Kante, die das weiße Produkt zum Nagelbett hin zeigt, ist völlig flach – eine Flatline! Das Nagelbett sieht wie abgehackt aus und wird durch die gerade Linie optisch verkürzt. Glücklicherweise wird diese Art der Modellage immer seltener, doch gelegentlich sind noch immer Nail Designer zu finden, die dies als (French)-Modellage verkaufen.
… (vollständiger Artikel finden Sie im Magazin)