Kundenbindung

Immer häufiger hört man von Ausbildern und Vertriebspartnern der Firmen, dass diese sich nach neuen Lieferanten umsehen. „Ich kam mir vor wie ein LENOR (= leibeigener Neger ohne Rechte)! Ich bekam nur Druck – niemals ein ‚Danke‘ oder ‚Gut gemacht!‘“, so die Berichte derer, die sich nach vielen Jahren harter Arbeit von ihren Vertriebsfirmen losgesagt haben. Stellt man den Ausbildern gezielt Fragen, äußern sie häufig, dass sie sich ausgenützt vorkommen.

„Wenn ich mit meinen Kunden (im Studio) so umgehen würde, wie meine Lieferfirma mit mir, dann hätte ich nur noch wenige Kunden“, so die Aussage einer Betroffenen. Kostenloses Arbeiten auf den Messeständen, Druck wegen nicht realisierter Umsätze und überteuerte Kosten für den Support, der eigentlich von den Firmen kostenfrei bzw. zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt werden sollte, sind keine Seltenheit. Da muss ein Ausbilder fünf Euro für ein Zertifikat bezahlen und die Unterstützung auf den Messeständen wird nur mit der Deckung von Unkosten (Hotel und Verpflegung) abgegolten: „Schließlich sollen wir ja auch die Adressen von etwaigen Interessenten für Schulungen auf der Messe bekommen“, so die Erklärung hierfür. Hat man sogar eine Landesvertretung eines Markenprodukts übernommen, ist die Unterstützung der Firmen meist noch dürftiger. Nicht selten muss der Landesdistributor für die Internetseite, den Messeauftritt, die Inserate und auch die Erstellung von Katalogen und Schulungsunterlagen selbst aufkommen. Für Branchenfremde ist ein solches Verhalten kaum nachvollziehbar. „Verstehen die nicht, dass der Ausbilder eigentlich der Kunde in der ersten Reihe ist? Ist dieser Kunde verärgert, wird er das Unternehmen nicht wirklich gut vertreten!“, so ein Verkaufsrepräsentant einer großen Automarke, den wir zu diesem Thema befragten. Tatsächlich sollten sich die Firmen darauf besinnen, dass die Ausbilder und das Verkaufspersonal hoch motiviert die tägliche Arbeit absolvieren. So wie die Firmen erwarten, dass die Kunden im Studio den besten Service erhalten, so sollten sie aber auch mit ihren eigenen und wichtigsten Kunden umgehen. Die Ausbilder und Distributoren stehen täglich an der Front und tragen durch ihre Arbeit nicht unwesentlich zum Umsatzvolumen einer Marke bei. Zu Recht können sie hierfür den Dank der Lieferanten erwarten!

Ihr Prof Nail-Team

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7D-Flowers

… „Unsere Leser möchten gerne tragbare Nail Art sehen“, so Terri Malon während eines Besuchs auf dem Stand von Trendnails International auf der diesjährigen „Beauty“ in Düsseldorf. Die Gesichter des Teams von Trend Nails International wurden immer länger. „Die XXL-Stilettos sind aber unser Markenzeichen und wir tragen sie alle – immer!“, so die Antwort von Irina Kunkel, der Firmeninhaberin. Nach einer emotionalen Diskussion einigten wir uns: Das Team von Trendnails International würde ein Stiletto-Designmodellage erstellen, die danach auch sehr gut als alltagstaugliche Studiomodellage zu tragen sei. Hier das Resultat.

Anleitung
Natürlich wird auch bei dieser Arbeit mit den Grundarbeitsschritten begonnen. „Gerade wenn man sehr lange Modellagen erstellt, also die XXL-Stilettos, ist eine optimale Anhaftung des Modellageprodukts unabdingbar. Die Hebelwirkung dieser langen Spitzen könnte bei Haftungsproblemen unweigerlich zum Bruch führen“, weiß Irina Kunkel. Zur Vorbereitung auf den Produktauftrag wird die Nagelhaut vorsichtig von der Nagelplatte gelöst und zum Nagelfalz zurückgeschoben. Abgelagerte Hautschüppchen werden mittels eines Pro Pushers bzw. der elektrischen Feile vom Naturnagel entfernt und dieser mit einer weichen Feile oder einem Buffer in Wuchsrichtung mattiert. Nachdem die freie Nagelkante in Form gebracht wurde, setzt Natalia Eigenseer eine Schablone an. Damit man genügend Platz für die XXL-Stilettospitze zur Verfügung hat, werden zwei Schablonen aneinandergefügt. „Achten Sie dabei darauf, dass die mittlere Markierung anschließt. Dies gewährleistet eine optimale Unterlage für den Produktaufbau“, erklärt Natalia. Um überschüssiges Fett von der Oberfläche des Nagels zu entfernen, wird eine Schicht „Ultra Dry“ (Dehydrator) aufgebracht. „Danach wird ‚Ultra Bond‘, ein Haftvermittler, aufgetragen. Der Vorteil ist, dass dieses Produkt eine Klebeschicht entwickelt und damit das Gel später besser haftet. ‚Ultra Bond‘ wird nicht im UV-Gerät ausgehärtet, sondern trocknet von selbst und hinterlässt auf dem Nagel die optimale Grundlage für den Gelauftrag“, erläutert Natalia. Nun wird eine dünne Schicht „Ein-Phasen Gel clear“ auf den Nagel und über die gesamte Länge der Schablone aufgebracht und ausgehärtet.

Mit einem deckenden Camouflage-Gel wird das Nagelbett bis zur Markierung „S“ auf der Schablone aufgetragen und im UV-Gerät ausgehärtet. Natalia trägt anschließnd das „Black Diamond“- Gel über die Schablone bis zur Spitze des Stilettos auf. Diese Schicht wird für 30 Sekunden im UV-Gerät angehärtet und sofort in Form gepincht. Jetzt nochmals komplett für zwei Minuten aushärten! Im nächsten Arbeitsschritt trägt Natalia diagonale Streifen mit dem Glittergel „GL-03 white“ über die Spitze auf und härtet dieses wiederum im UV-Gerät aus. Zur Verbesserung der Trageeigenschaft und Haltbarkeit wird der komplette Nagel mit dem „Builder Gel clear“ überzogen und die Arch aufgebaut. Auch diese Produktschicht wird wiederum im UV-Gerät ausgehärtet und im Anschluss die Inhibitionsschicht abgenommen. Die Schablone wird entfernt und der Nagel in Form gefeilt. „Bei der Formbefeilung der Stilettospitze sollte diese mit der haltenden Hand gestützt werden. Zu leicht könnte die Stilettospitze durch den Druck der Feile Schaden nehmen“, warnt Natalia. Kratzer und Feilspuren werden mit einem weichen Buffer herausgearbeitet und der Feilstaub gründlich vom Nagel entfernt. Mit schwarzer Acrylfarbe malt Natalia nun feine Ornamente über Nagelbett und Stilettospitze. „Biosoft Gloss Gel“ wird zum überziehen der Modellage verwendet und anschließend die Malerei versiegelt. Direkt in die Inhibitionsschicht, die während der Aushärtung der Versiegelung entstanden ist, setzt Natalia Blütenblätter, die sie mit dem „7D-White“-Gel aufmodelliert und im UV-Gerät aushärtet. Nunmehr wird nochmals die Inhibitionsschicht abgenommen und zur Veredelung des Designs werden Swarowski-Strasssteinchen aufgesetzt.

Mit Dank an

Natalia Eigenseer, Trendnails International

www.trend-nails.de

 … (vollständiger Artikel finden Sie in Ausgabe 04-2011).

 

7D-Flowers 7D-Flowers 7D-Flowers
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Blue Eyes

Ein wunderschönes Motiv, ein tolles Modell, eine Idee und die richtige Ausleuchtung bzw. ein begabter Fotograf – all diese Faktoren machen ein Bild zu einem Kunstwerk. Die hier gezeigte Arbeit wurde von Alexandra Lust konzipiert und erstellt. Die talentierte Nail Designerin ist auch ausgebildete Kosmetikerin und Friseurin. Sie unterrichtet Nail Art in vielen Techniken und einer Vielzahl an Materialien und Produkten.

Anwendung und Verarbeitung
Nicht jedes Design ist für die Studiomodellage geeignet. Aber zumindest Teile einer Arbeit können auch in alltagstaugliche Modellagen integriert werden. Die hier gezeigten Nail-Art-Techniken und Nail-Art-Elemente können in der Studioarbeit für Highlights sorgen und dadurch höhere Umsätze bewirken. Jeder Arbeitsschritt, wie beispielsweise die Abdeckung der Nagelplatte mit Camouflagepulver, ist auch für die Studiomodellage zu empfehlen. „Gerade wenn man eine French Modellage arbeitet, ist die Arbeit mit deckenden Pulvern bzw. Gelen eine Hilfestellung, die auch die Kundin zu schätzen weiß. Der Nachwuchs des Naturnagels, der für unschöne Ränder bei der French Modellage sorgt, wird hierdurch gut kaschiert. Die Kundin ist länger mit der Modellage zufrieden“, erklärt Alexandra ihre Arbeit. Auch die Verarbeitung von Glitzer- bzw. Effektpulvern kommt bei den Kunden immer wieder gut an. In dem hier gezeigten Beispiel hat Alexandra mit Farbpulvern gearbeitet, die glitzernde Pailletten beinhalten. Auch die aufgesetzten 3-D-Elemente wurden einfach und dennoch effektvoll platziert. „Jeder kann einen Punkt oder Lippen modellieren. Mit ein wenig Fantasie werden daraus sehr geschmackvolle Elemente, die eine einfache Modellage zu einem Kunstwerk machen“, ist sich Alexandra sicher.

Arbeitsanleitung
Auch bei dieser Arbeit wird natürlich mit den Grundarbeitsschritten zur Vorbereitung des Naturnagels auf den Produktauftrag begonnen. Bei den Vorbereitungen spielt es keine Rolle, in welcher Länge letztendlich die Modellage später einmal getragen wird. „Um eine optimale Anhaftung des Modellageprodukts zu gewährleisten, ist eine gründliche Vorbereitung der Nagelplatte unabdingbar“, weiß Alexandra. „Doch je länger die Modellage gearbeitet wird, umso mehr muss auf akribische Arbeit bei der Vorbereitung geachtet werden.“ Hierzu wird die Nagelhaut vorsichtig von der Nagelplatte gelöst und zum Nagelfalz zurückgeschoben. Abgelagerte Hautschüppchen werden mittels einer elektrischen Feile vom Naturnagel entfernt und dieser mit einer weichen Feile oder einem Buffer in Wuchsrichtung mattiert. Unter die in Form gebrachte freie Nagelkante wird nun eine Schablone angesetzt. Alexandra überzieht das Nagelbett mit einem deckenden Camouflagepulver und verlängert es über die Schablone (Bild 1). Die Smileline wird dramatisch als V-Form gezogen. Alexandra verwendet dunkles Farbpulver, um die Verlängerung zu modellieren. Mit dem feuchten Materialbällchen nimmt Alexandra Glitterpartikel auf und arbeitet diese in die Verlängerung ein. Um die Haltbarkeit zu erhöhen, wird der Nagel mit klarem Produkt überzogen und die Arch aufgebaut. Nachdem das Produkt etwas angehärtet ist, wird die Schablone entfernt und der Nagel gepincht und mit einer Pinchklemme in Form gehalten, bis das Produkt ausgehärtet ist (Bild 2). „Selbst wenn die Kundin ein etwas breiteres Nagelbett besitzt, kann man mit dem Pinchen eine schöne und schlanke Form erstellt werden“, erklärt Alexandra. Ist das Produkt so weit ausgehärtet, dass sich beim Klopftest helle Geräusche ergeben, wird die Pinchklemme entfernt und der Nagel kann in Form gefeilt werden. „Man beginnt die Formbefeilung mit einer groben Feile (180er-Körnung). …

Mit Dank an

Alexandra Lust,

www.nail-illusions.de

 … (vollständiger Artikel finden Sie in Ausgabe 04-2011).

Blue Eyes Blue Eyes Blue Eyes
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Pink Panther

Auch wenn dieses Design im Pulver-Flüssigkeits-System erstellt wurde, kann es auch mit den entsprechenden Gelen modelliert werden. „Für mit ist das Arbeiten mit dem Pulver-Flüssigkeits-System zur Leidenschaft geworden. Natürlich unterrichte und arbeite ich auch mit dem Gelsystem, aber ich bevorzuge persönlich die Modellage mit Pulver-Flüssigkeit“, lässt uns Diana wissen.

Schritt für Schritt
Diana beginnt ihre Arbeit mit der Vorbereitung der Nagelplatte auf den Produktauftrag. Hierzu wird die Nagelhaut vorsichtig von der Nagelplatte gelöst und zum Nagelfalz zurückgeschoben. Abgelagerte Hautschüppchen werden mit einer elektrischen Feile, die mit einem speziellen Bit ausgestattet wird, vorsichtig von der Nagelplatte entfernt. Mit einer weichen Feile bzw. einem Buffer wird nun die Nagelplatte in Wuchsrichtung mattiert und die freie Nagelkante in Form gebracht. Jetzt kann die Schablone unter die Nagelkante angesetzt werden. Gegebenenfalls wird ein Dehydrator bzw. Primer auf den Naturnagel aufgetragen. Dies verbessert die Anhaftung des Materials.

Mit einem deckenden Camouflageprodukt wird zunächst das Nagelbett abgedeckt und etwas verlängert. Diana gestaltet die Smileline in Chevronform. Mit einem Hartmetallbit, den Diana in die elektrische Feile einsetzt, fräst sie eine parallel zur Smileline verlaufende Furche in den Überzug. Nach dem Beseitigen des Feilstaubs wird die Auskerbung mit pinkfarbenem Glitteracrylpulver gefüllt. Natürlich könnte dies auch nur modelliert werden. Hierbei wird zuerst das Produkt erst bis zur ersten Smileline modelliert, dann der Glitterstreifen angesetzt und nochmals mit Camouflageprodukt ein dünner Streifen gearbeitet. „Für mich ist es leichter, die Furche mit der elektrischen Feile einzufräsen. Hier kann ich den Abstand zur modellierten Smileline besser bestimmen“, erklärt Diana ihre Arbeitsweise. Für die Verlängerung modelliert Diana einen Farbverlauf mit Glitteracrylpulvern. Hierbei verwendet sie entlang der Smileline dasselbe Produkt wie in der Auskerbung und lässt es in ein helleres, roséfarbenes Pulver auslaufen. …

Mit Dank an

Diana Hattwig

www.zauber-nails.de

 … (vollständiger Artikel finden Sie in Ausgabe 04-2011).

Pink Panther Pink Panther Pink Panther