Methylmethacrylat

Kurz vor Redaktionsschluss erhielten wir eine Benachrichtigung, dass das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vor zu hohen Konzentrationen von Methylmethacrylat in Liquid warnt. In dem Schreiben wird darauf hingewiesen, dass zu hohe Konzentrationen (80 % – 90 %) dazu geeignet sind, den Körper zu sensibilisieren, was eine mögliche Allergie zur Folge haben könnte. Laut Aussage des Ministeriums haben Überwachungsbehörden der Länder bei Untersuchungen von Liquids diesen Inhaltstoff in einer solch hohen Konzentration festgestellt. Leider war dem Schreiben, das per E-Mail an alle Verbände der kosmetischen Industrie verschickt wurde, nicht zu entnehmen, in welchen Produkten/Marken dieser Inhaltsstoff festgestellt wurde.

Auf Nachfrage bei den einschlägigen Herstellern wurde uns versichert, dass verantwortungsvolle Produzenten schon vor Jahren das MMA (= Methylmethacrylat) durch das sehr viel besser verträgliche EMA (= Ethylmethacrylat) ersetzt haben. Auch Chemiker, die in der Produktentwicklung tätig sind, bestätigten dies vorbehaltlos. Tatsächlich häuften sich aber in jüngster Vergangenheit die Nachrichten von Lesern, die über vermehrtes Auftreten von Allergien bei Kunden berichten, die aus sogenannten „Asia-Studios“ kommen. Der Verdacht liegt nahe, dass dieses Studiosegment wohl keine Markenprodukte verarbeitet.

Doch die Mitteilung des Ministeriums erreicht diese Studios nicht bzw. nur in Ausnahmefällen. Die Verbände wurden gebeten, der Thematik verstärkt Aufmerksamkeit zu schenken, was zur Folge hatte, dass ein Verband mit dieser Verlautbarung des Ministeriums bereits mit einer Mitgliederakquise begann. Darüber hinaus ist zu befürchten, dass durch Falschinformation die Stimmen wieder laut werden, die das Pulver-Flüssigkeits-System irrtümlicherweise als gesundheitsgefährdend klassifizieren.

Wir haben mit einer eingehenden Recherche zu diesem Thema begonnen und werden in der Ausgabe 2, 2012 einen ausführlichen Bericht mit allen Details veröffentlichen. Hier schon eine Vorabstellungnahme eines Herstellers: „Wer heute als Nail Designer Produkte von etablierten und verantwortungsbewussten Vertriebsfirmen einkauft, kann davon ausgehen, dass kein MMA enthalten ist. Bei Bedarf gibt sicherlich jede Firma dazu gerne Auskunft.“

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Nail Forming – sparen Sie Zeit und Material!

Mit den innovativen „Final Gelen“ schlägt Catherine Nail Collection ein neues Kapitel in der Gelverarbeitung auf. „Final gloss no. 1“ „Final rosy“ oder „Final matt“ ermöglichen ein Nail Forming ohne Feilen, wodurch sich der Arbeitsaufwand im Studio deutlich reduziert. Beim Forming wird das Material großzügig aufgetragen, die aufwendige Modellage eines Arch entfällt. Anschließend wird der Nagel nach Kundenwunsch designt und versiegelt. „Final Gel“ lassen sich schnell, einfach und formvollendet verarbeiten. Das Resultat sind wunderschöne, gepflegte Nägel mit extrem kratzfester Oberfläche, die passend zum Alter und gemäß den Kundenwünschen gestaltet wurden und die Gesamterscheinung Ihrer Kundin harmonisch abrunden.

Anleitung
Die Nägel der Kundin wurden vor ca. drei Wochen das letzte Mal behandelt. Zunächst wird das vorhandene Material mithilfe eines Fräsers abgenommen. Nun können die Nägel mit der Feile in Form gebracht und gekürzt werden. Im nächsten Arbeitsschritt werden die Nagelränder und die Übergänge zwischen Gel und Naturnagel mit dem Fräser gesäubert. Mit einem kleineren Fräseraufsatz wird die Nagelhaut entfernt und die Unterseite der Nagelspitze vorsichtig entfettet. Damit sind die vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen und die Nägel auf das nachfolgende Nail Forming vorbereitet. Auf die gesamte Nagelfläche wird Haftgrundierung aufgetragen, die an der Luft trocknet. Danach wird der Nagel dünn mit Haftgel überzogen und ausgehärtet. Das dickviskose „Final gloss no. 2“ wird anschließend großzügig auf den Nagel aufgetragen. Die aufwendige Modellage eines Arch entfällt! Wichtig hierbei ist, gleichmäßig zu arbeiten und den Nagelrand sorgfältig einzubetten. Wenn das Gel ausgehärtet ist, wird die Inhibitionsschicht abgenommen. Bei Bedarf werden die Seitenränder gesäubert und die Form vorsichtig nachgefeilt. An der Oberfläche wird nicht mehr gefeilt! Nun wird lichthärtendes Nail Polish im Farbton „pomelo“ von Catherine dünn aufgetragen und ausgehärtet.

Jetzt wird je nach Kundenwunsch eine matte oder glänzende Abschlussversiegelung aufgetragen, die die Nagelränder noch einmal mit einfasst. Diese erfolgt alternativ mit „Final matt“ oder hochglänzend mit dem dünnviskosen „Final gloss no. 1“. Nach erfolgter Aushärtung wird die Inhibitionsschicht abgenommen und Hände und Nagelhaut mit entsprechenden Produkten gepflegt.

Mit Dank an Catherine Nail Collection
www.catherine.de

Nail Forming – sparen Sie Zeit und Material! Nail Forming – sparen Sie Zeit und Material! Nail Forming – sparen Sie Zeit und Material!
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CCFL-UV-Lampen im Vergleich

Seit Herbst 2010 sind die Kaltkathodengeräte auch im deutschsprachigen Raum erhältlich. In der Ausgabe 7, 2010 stellten wir die neuen Geräte vor und befassten uns mit den Unterschieden und Fakten der neuen CCFL-Geräte. Diese UV-Geräte haben sich gut verkauft, nicht zuletzt weil sie sich aufgrund ihrer geringen Größe sehr gut auf dem Arbeitstisch unterbringen lassen. In der Zwischenzeit gibt es auch schon Erfahrungsberichte von Nail Designern, die die CCFL-Geräte im Studio verwenden.

Leider hat es nicht sehr lange gedauert, bis die ersten Nachbaugeräte auf dem Markt erschienen sind. Diese Geräte sehen auf dem ersten Blick wie die Originalgeräte aus, die von namhaften Firmen wie Alex Beauty Concept, Nail Artists bzw. Odyssey Nail Systems verkauft werden. Doch diese Nachbauten haben einige Nachteile, die vor dem Kauf nicht gleich ersichtlich sind. Wir haben für Sie verglichen.

Originalgerät (CCFL-UV-Lichthärtungsgerät)

- Die Lebensdauer der Kaltkathodenleuchtstofflampen übertrifft die der herkömmlichen Röhren um ein Vielfaches. Abhängig vom Durchmesser der Röhre rechnen Experten mit einer Lebensdauer von bis zu 50.000 Stunden.

- Auch die Kaltkathodenleuchtstofflampen beinhalten Quecksilberdampf. Doch bei der Entsorgung wird ca. 40 % weniger Quecksilberabgabe gemessen als bei herkömmlichen Röhren.

- Der Stromverbrauch der Kaltkathodenleuchtstofflampe wird mit ca. 1,2 Watt pro 10 cm Lampenlänge angegeben und bietet damit eine sehr hohe Energieeinsparung gegenüber herkömmlichen Röhren.

- Kaltkathodenleuchtstofflampen erlangen die optimale Lichtleistungsabgabe nach einer Aufwärmzeit von drei bis 5 Minuten. Der Einsatz am Nageltisch sollte aus diesem Grund im Dauerbetrieb erfolgen. Zu häufig kommt es zu Kundenbeschwerden wegen erhöhter Produktalterung.

- Wegen der relativ kleinen Ausmaße des Gehäuses sollte die Kundin darauf hingewiesen werden, dass die Hand vorsichtig in das Gerät eingelegt wird. Sonst können Verschmutzungen des Innenraums durch Gelreste auftreten, die durch die Unachtsamkeit der Kundin beim Hineinlegen der Finger zum Aushärtevorgang verursacht werden.

- Neben dem Gerät mit nur einer CCFL-Spirale im Himmel des Geräts, wurden kürzlich Geräte vorgestellt, die mit drei CCFL-Röhren bestückt sind. Dies verhindert zum Großteil die Schattenbildung und garantiert eine effektive Aushärtung der kompletten Hand, inkl. des Daumens bei nur einem Durchgang.

Nachbaugerät

- Auf den ersten Blick sehen die Geräte sehr ähnlich aus. Die uns vorliegende Ausführung hatte vier Schalter auf der Rückseite im Gegensatz zu den drei Schaltern am Originalgerät.

- Die Abdeckung der Spirale weist Schlitze auf. Es entsteht Wärme bei der Inbetriebnahme.

- Die abgegebene UV-Strahlung reicht nicht aus, um das Gel aus- bzw. durchzuhärten. Beschleunigte Produktalterung ist die Folge. Darüber hinaus erhielten wir Berichte, dass Glanz- bzw. Versiegelungsgele nicht glänzen und nach dem Abnehmen der Inhibitionsschicht matt sind. In manchen Fällen kam es auch verstärkt zu Kundenbeschwerden, weil es zu Anhaftungsschwierigkeiten und Liftings kam.

- Neuesten Erkenntnissen zufolge liegt auch keine RoHS-Prüfung für die Geräte vor. Bei dieser Prüfung werden die Einzelteile von elektrischen Geräten auf Schwermetalle bzw. Gefahrstoffe oder problematische Bestandteile überprüft. Die RoHS-Richtlinie 2002/95/EG gilt für jedes elektrische bzw. elektronische Gebrauchsgut und beschränkt die Verwendung von Blei, Cadmium, Quecksilber, Chrom(VI)-oxid sowie zwei Arten von bromierten Flammschutzmitteln (PBB, PBDE) in Elektro- und Elektronikgeräten.

Zusammenfassung

Rein äußerlich kann man bei den Geräten kaum Unterschiede feststellen. Doch es wird von den Qualitätsfirmen ausdrücklich vor den Nachbauten gewarnt. Kaufen Sie Ihr Geräte nur beim Fachhandel mit einer Rückgabegarantie. Grundsätzlich ist festzustellen, dass in Qualitätsgeräten herkömmliche Gele ohne Probleme aushärten. Es kommt zu keinen Anhaftungsschwierigkeiten, Liftings oder Vergilben. Bei Geräten mit nur einer Röhre sollte der Produktauftrag mit der 4-4-2-Technik (4 Finger der einen Hand, 4 Finger der anderen Hand und dann die zwei Daumen) ausgehärtet werden. Bei der neuen Generation der Geräte mit drei CCFL-Röhren kann der Produktauftrag auf der kompletten Hand problemlos in einem Durchgang ausgehärtet werden.

Wegen der von den Behörden geforderten Unterlagen über die Konformität der Geräte mit der RoHS-Richtlinie werden in der nahen Zukunft sicherlich einige Geräte vom Markt verschwinden. Doch erfahrungsgemäß dauert es nicht sehr lange, bis auch dieses Merkmal kopiert wird. Grundsätzlich sollten alle Geräte nur bei einem Händler Ihres Vertrauens gekauft werden. Der Fachhandel bietet die Gewähr für die Einhaltung aller Vorschriften und steht den Kunden auch beratend zu Seite. Mit Dank an Alex Beauty Concept

www.alex-beauty.de

CCFL-UV-Lampen im Vergleich CCFL-UV-Lampen im Vergleich CCFL-UV-Lampen im Vergleich
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Grundarbeitsschritte
Natürlich wird auch bei dieser Arbeit mit den Grundarbeitsschritten, wie der Vorbereitung der Nagelplatte auf den Produktauftrag, begonnen. Dazu wird die Nagelhaut vorsichtig von der Nagelplatte angehoben und zum Nagelfalz zurückgeschoben. Abgelagerte Hautschüppchen werden mittels eines Propushers entfernt und der Naturnagel mit einer weichen Feile in Wuchsrichtung mattiert. Nachdem die freie Nagelkante in Form gebracht wurde, wird eine Schablone angesetzt.

Produktauftrag
Diana überzieht nun die Nagelplatte mit einem deckenden Camouflagepulver und verlängert diese so optisch etwas. Entlang des Nagelfalzes wird das Pulver sehr dünn ausgestrichen, damit der Übergang zum Naturnagel selbst nach dem Herauswachsen fast unsichtbar bleibt. Für die farbige Spitze verwendet Diana ein Pulver („Colorpop“ von Magnetic), das nach der Fertigstellung wie Buntglas aussieht. Um seine Stabilität zu erhöhen, wird der komplette Nagel noch mit einem klaren Modellageprodukt überzogen.

Pinchen
Wenn das Produkt etwas angehärtet ist, wird die Schablone mit einem Spatel von der Oberfläche des Nagels gelöst und vom Finger entfernt. Diana setzt anschließend einen Pinchstick unter die freie Nagelspitze und drückt das Material in Form. Jetzt wird mit der Pinchpinzette der Nagel in Form gebracht und danach eine Pinchklemme angesetzt, um den Nagel während der weiteren Aushärtung in Form zu halten.

Feilen
Nachdem das Produkt genügend ausgehärtet ist, wird die Pinchklemme entfernt und der Nagel kann in Form gefeilt werden. „Ich beginne die Formbefeilung immer mit der Egalisierung der Seitenlinien. Hierzu drehe ich den Finger so, dass die Seitenlinie direkt vertikal verläuft. Damit wird vermieden, dass die Seitenlinie zu sehr angehoben bzw. herausgefeilt wird, und dadurch die Stabilität und Haltbarkeit der Modellage beeinträchtigt wird“, erläutert Diana ihre Vorgehensweise. Nach den Seitenlinien erstellt Diana die Formlinie. Hierbei wird die Feile an jedem Finger im gleichen Winkel zur Seitenlinie angesetzt. „Je flacher die Feile gehalten wird, also je stumpfer der Winkel zur Seitenlinie ist, desto ovaler wird die Form des Nagels“, erklärt Diana. Im Umkehrschluss gilt demnach: Je spitzer der Winkel zwischen Formlinie und Seitenlinie ist, desto eckiger wird die Form des Nagels. Erstellt man einen 90°-Winkel wird diese Form als „Square“ bezeichnet. In unserem Beispiel wurde die Formlinie in einem Winkel von ca. 120° Grad gearbeitet . Nun wird die Oberfläche in Form gebracht. „Zum Ausdünnen des Materials verwende ich eine elektrische Feile mit einem Hartmetallbit“, so Diana. Auch entlang des Nagelfalzes wird das Produkt so dünn gefeilt, dass die Übergänge zum Naturnagel nicht mehr zu sehen sind. Hierfür wird eine Profifeile verwendet, mit der auch die Oberfläche geglättet wird. Um die Form noch zu perfektionieren, werden die Seitenlinien mit einer sehr dünnen Holzfeile bzw. einer Diamantfeile nochmals in Form gebracht. Zum Abschluss kontrolliert Diana noch den Nagel aus allen Ansichten. „Gerade der Blickwinkel aus der Sicht der Kundin wird hierbei oftmals vergessen“, weiß Diana. Kratzer, die durch die Oberflächenbefeilung entstanden sind, arbeitet Diana mit einer gepolsterten Bufferfeile heraus.

Finish
„Gerade im Studiobetrieb poliere ich die Pulver-Flüssigkeits-Modellage nicht auf, überziehe sie aber mit einem Versiegelungsgel“, erklärt Diana den Abschluss ihrer Modellagearbeit. Also wird Gel über die gesamte Modellage gestrichen. Noch vor der Aushärtung des Gels im UV-Lichthärtungsgerät setzt Diana einige Strasssteinchen ein.
Mit Dank an Diana Hattwig, Zauber Nails
www.zauber-nails.de

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