Nail Noblesse

Am 9. und 10. Juni treffen sich Teilnehmer aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Österreich, Schweden, Norwegen, Schweiz und natürlich Deutschland zur diesjährigen „Nail Noblesse“ an der Handwerkskammer Düsseldorf. 8 Livewettbewerbe sowie Tip-Box-Meisterschaften in 4 Kategorien laden zum Besuch und zum Zusehen ein.

Schon zum 5. Mal wird dieses Event veranstaltet. Warum Meisterschaften? Warum teilnehmen? Warum besuchen? All diese Fragen werden uns immer wieder gestellt, aber die Antwort ist einfach. „Meisterschaften sind für das Nail Design wie die Formel 1 für die Autoindustrie! Es wird vom Teilnehmer ein Höchstmaß an Professionalität verlangt und er stellt sich dem Urteil einer Fachjury. Man stellt sein Können und sein Know-how unter Beweis und wird mit anderen Nail Designern verglichen. Man erkennt seine Grenzen und wächst an den Herausforderungen, das gestellte Ziel zu erreichen und einmal auf dem Siegertreppchen zu stehen!“ stellt Terri Malon fest, die schon seit vielen Jahren Meisterschaften und Wettbewerbe organisiert.

Aber nicht nur für die Teilnehmer ist eine Meisterschaft interessant. Wer sich noch nicht zutraut, selbst teilzunehmen, sollte den Wettkampf auf jeden Fall als Besucher miterleben. Lernen auch Sie Kollegen kennen, tauschen Sie sich aus, und diskutieren Sie mit! Schauen Sie den Wettbewerbsteilnehmern im wahrsten Sinne des Wortes auf die Finger und lernen Sie für Ihre Praxis! Bewundern Sie die Exponate der Tip-Box-Meisterschaft und sehen Sie selbst, wie im Bereich der Nail Art das Thema „Hollywood“ interpretiert wird!

Der Eintritt ist für alle Besucher kostenlos. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und ein Kennenlernen auf der Jubiläumsveranstaltung der „Nail Noblesse“.

Ihr Prof Nail Team

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Afrika

Schillernd und lebensfroh

„Das ist doch nichts für die Studiokundin! Viel zu aufwendig!“, so die kritischen Stimmen über die Arbeiten von Ilse. „Ich drücke in meinen Arbeiten meine Stimmungen und Empfindungen aus. Die Darstellung auf kleinstem Raum (dem eines Tips) ist für mich eine Herausforderung, wobei Platzierung und Anordnung genau geplant werden müssen. Darüber hinaus kann ich mit der Erstellung dieser Kunstwerke die Handhabung meiner (Alltags)materialien perfektionieren, was bei der täglichen Arbeit im Studio hilft“, verteidigt Ilse ihre Arbeit. Gel oder Acryl, Reliefmodellage, Handmalerei sowie 3-D-Technik: Ilse kombiniert viele Materialien und Techniken ihren Kreationen, um dem Anspruch nach Perfektion gerecht zu werden.

Anleitung

Schon beim Hintergrund setzt Ilse auf ausdrucksstarke Farben. Mit Türkis, von dunklen kräftigen Farbtönen über Farbverläufe zum Hellen, und Rot- und Lachstönen wird der Hintergrund kreiert. Ganz besonders reizvoll kommen hierbei die scharf abgegrenzten Farbfelder zur Geltung. Mit gelb- und orangefarbenem Acrylpulver werden Reliefs in den einzelnen Feldern aufmodelliert und bringen damit Bewegung und Tiefe in das Bild. Nun wird mit Acrylfarben das eigentliche Motiv gemalt. Die Kanten des Reliefs hebt Ilse mit Gelb hervor und schattiert geschickt die erhabenen Felder des Hintergrunds. Beim Gesicht skizziert man die dunkle Hautfarbe nur über den Wangen, im Bereich der Augen und entlang des Kinns lediglich an. Den Kopfschmuck gestaltet Ilse in Royalblau, kombiniert mit gelben und roséfarbenen Akzenten. Ausdrucksstark auch die Gesichtszüge des Mannes (mit Trillerpfeife), dessen Kopfschmuck wieder als Relief mit Acryl aufmodelliert wurde! Auch die Schulterpartie der Kleidung der Frau wird mit Farbacrylen in Gelb, Rosé und Lavendel aufmodelliert. Was die meisten Betrachter fasziniert, ist die Kombination aus Relieftechnik mit Modellageprodukten und Handmalerei. Die Details des schillernden Kleides der Frau malt Ilse mit Acrylfarben auf. Geschickt weiß sie mit wenigen Pinselstrichen die Einzelheiten von Kleid und Ärmel anzudeuten. Auch die weiteren Teile des Kopfschmucks des Mannes werden nur mit Acrylfarben in Handmalerei ausgeführt. Durch die geschickte Kombination beider Techniken entsteht für den Betrachter eine unvergleichliche Tiefenwirkung.

… (vollständiger Artikel finden Sie in Ausgabe 03-2012)

Mit Dank an Ilse Vos
www.ilsnails.com

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Bällchenblues

Fertigkeit

„Es beginnt schon bei der Konsistenz des (Produkt)bällchens, wenn man eine gelungene und haltbare Modellage erstellen will“, erklärt Diana Hattwig am Anfang der Ausbildung. Dass die Konsistenz und das Mischungsverhältnis von Pulver und Flüssigkeit immer wieder Anlass für Probleme, vor allem für die Beeinträchtigung der Haltbarkeit der Modellage sind, weiß jeder Nail Designer, der mit diesem System/Material arbeitet. Mehr trocken oder eher feucht – den Anforderungen der unterschiedlichen Produkte und Marken sollte bei der perfekten Modellage Rechnung getragen werden. Wir haben hier für Sie allgemeingültige Tipps zusammengestellt, die uns Diana Hattwig gegeben hat.

Vor der ersten Verwendung am Kunden sollte jedes Produkt getestet werden. Hierzu wird ein Produktbällchen aufgenommen und die Konsistenzeigenschaften beobachtet. Wie schnell durchtränkt das Liquid das Pulver? Wie lange braucht das Produkt, bis es sich „setzt“? Wann ist das Produkt so weit durchgehärtet, dass man es pinchen bzw. befeilen kann? All diese Fakten sollte der Nail Designer kennen, noch bevor er das erste Produktbällchen auf einen Nagel setzt.

Technik
Zuerst wird der Pinsel in den Dappendish mit Flüssigkeit getaucht und gründlich entlüftet. Überschüssiges Liquid streicht man am Glasrand ab und hält die Spitze des Pinsels in das Pulver. Durch den Austritt der Flüssigkeit bildet sich an der Spitze ein Produktbällchen . Wenn genügend Produkt aufgenommen wurde (Größe des Bällchens abhängig vom jeweiligen Arbeitsschritt), sollte so lange gewartet werden, bis das Pulver des Bällchens die Flüssigkeit aufgenommen hat und die Oberfläche glatt geworden ist. Aber genau bei diesem Warten muss darauf geachtet werden, dass die überschüssige Flüssigkeit aus dem Bauch des Pinsels entnommen wird, bevor das Bällchen zu feucht wird. Hierfür wird der Bauch des Pinsels auf eine Papierserviette aufgelegt. Dadurch kann die Flüssigkeit von der Serviette aufgenommen werden und das Produktbällchen weist die richtige Konsistenz auf.

Unterschiede
Jedes Produkt verlangt nach einem auf die Bestandteile abgestimmten Mischungsverhältnis. Auf dieses haben auch die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit Einfluss. Grundsätzlich gilt: Je höher die Raumtemperatur, desto schneller härtet das Produkt aus und je höher die Luftfeuchtigkeit, desto trockener sollte das Produktbällchen aufgenommen werden.

Mit Dank an Diana Hattwig
www.zauber-nails.de

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Back to the Sixties

Retrodesign

Das Thema für das Fotoshooting, das die Firma Magnetic Nail Design, Niederlande organisierte und hierzu Natalya aus Russland einflog, war „Frühling – zurück zu den 60er-Jahren“. Zum Motto passend wurden knallige Farben in abstrakten Mustern entworfen und das Modell entsprechend gestylt. Für die Modellage wählte Natalya die extravagante Form „Pipe“ (engl. Rohr, Röhre), die wegen ihrer außergewöhnlichen Länge genügend Platz für die Nail Art bietet. Hierbei werden die Nägel mit einer sehr ausgeprägten C-Kurve modelliert und die Seitenlinien gerade aus dem Nagelfalz verlängert.

Vorbereitung
Durch die extrem lange Modellage müssen die Grundarbeitsschritte besonders gründlich gearbeitet werden. Zu leicht würde es bei einem stumpfen Stoß durch die Hebelwirkung der langen Nägel zu Verletzungen oder auch Brüchen der Nagelplatte kommen. Zuerst wird die Nagelhaut vorsichtig von der Nagelplatte angehoben und mit einem Propusher zum Nagelfalz zurückgeschoben. Abgelagerte Hautschüppchen werden mit einem eigens hierfür entwickelten Bit für die elektrische Feile vorsichtig vom Naturnagel entfernt. Mit einer wattierten Feile bzw. einem Buffer wird anschließend die Nagelplatte in Wuchsrichtung mattiert und die freie Nagelkante mit einer Profifeile in Form gebracht. Danach wird eine Schablone am Finger befestigt und mit einem Dehydrator die Nagelplatte bestrichen, um diese optimal auf das Modellageprodukt vorzubereiten. Gegebenenfalls sollte noch zusätzlich ein Primer aufgetragen werden, der die Anhaftung des Produkts optimiert.

Produktauftrag
Nun wird ein Bällchen opaken Camouflageprodukts auf den Naturnagel gesetzt und zur Smileline hin ausmodelliert. Hierbei wird die Nagelplatte optisch verlängert, was beim späteren Design die Proportionen der Modellage wieder in die richtige Relation bringt. Entlang des Nagelfalzes wird ein roséfarbenes Pulver aufgesetzt, das beim Herauswachsen der Modellage den Nachwuchs besser kaschiert. „Wenn man das Camouflageprodukt direkt bis zum Nagelfalz modelliert, würde man nach schon kurzer Zeit den Unterschied zur Farbe des Naturnagels deutlich sehen. Durch das Mischen von Camouflage und roséfarbenem Produkt über dem Nagelbett erhält man ein natürliches Aussehen, das den meisten Kunden sehr gut gefällt“, erläutert Natalya ihre Wahl der Produkte. Jetzt wird mit weißem Pulver die French Spitze modelliert. Um Schattierungen im Weiß zu vermeiden, sollte ein großes Produktbällchen aufgesetzt und bis zur gewünschten Länge ausmodelliert werden. „Wird hierbei mit mehreren (Produkt)bällchen gearbeitet, entstehen zu leicht Schatten im Weiß“, erklärt Natalya. Sie streicht das Produkt so lange aus, bis die gewünschte Länge (bis zum Ende der Schablone) erreicht wird.

Form und Befeilung
Nachdem das Pulver etwas angehärtet ist, wird die Schablone vom Finger entfernt und der Nagel mit einer Pinchpinzette in die gewünschte Form gebracht. „Um die Pipe-Form zu erstellen, muss der Nagel auf eine sehr ausgeprägte C-Kurve (50 %) gepincht werden. Nur so erhält man eine sehr schlanke und grazile Pipe-Form“, weiß Natalya. Ist das Modellageprodukt genügend angehärtet, wird die für die Pipe-Form abgewinkelte Spitze mit einer Profifeile erstellt. „Achten Sie hierbei darauf, dass der Winkel an allen Nägeln gleich ist, ein Muss für die perfekt gestylte Modellage“, rät Natalya. Die Oberfläche des Produkts wird nun mit der elektrischen Feile geglättet und entlang des Nagelfalzes soweit ausgedünnt, dass keine Übergänge mehr zu sehen sind. Danach werden mit der Profifeile die Feilspuren aus der Oberfläche des Produktüberzugs herausgearbeitet und im Anschluss mit einer wattierten Feile bzw. einem Buffer der Nagel geglättet.

… (vollständiger Artikel finden Sie in Ausgabe 03-2012)

Mit Dank an Natalya Stepanowa
www.meyliang.nl

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