Bürokratiewahnsinn in Deutschland

Dass Nail-Designer kein anerkannter Beruf ist, wissen wir alle! Dass es dennoch eine Vielzahl von Regelungen und Vorschriften gibt, wie beispielsweise die Kosmetik- oder die Hygieneverordnung, war in der ProfNail schon oft Thema. Kurz vor Redaktionsschluss erhielten wir eine Nachricht einer Kollegin, die von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Post bekommen hatte: Nachweisbogen für die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung (BuS) und die gesetzliche Grundlage, nämlich die Unfallverhütungsvorschrift „DGUV Vorschrift 2“, waren beigelegt. Einen Bericht über unsere spannende Recherche zu diesem Thema und die gefundenen Informationen finden Sie in der Rubrik „Unter der Lupe“!

Einmal mehr muss man sich wirklich wundern, was sich der deutsche Staat noch alles einfallen lässt, um das Leben der Unternehmer schwieriger zu gestalten. Es ist zutreffend, dass die „DGUV Vorschrift 2“ nur für Unternehmen mit Angestellten zutrifft. Und auf keinen Fall möchten wir hier den Eindruck erwecken, dass Unfallverhütungsmaßnahmen nicht wichtig seien. Doch die Ausmaße der Bürokratie, nämlich ein siebenstufiger Plan, der zur Einstufung des Gefährdungspotenzials der Arbeitnehmer abzuarbeiten ist, führt letztendlich zu dem Schluss, dass es wohl geschickter sei, keine Angestellten mehr im Nagelstudio zu beschäftigen.

Für alle diejenigen unserer Leser, die in den nächsten Wochen und Monaten Post von der BGW mit der Aufforderung zum BuS-Betreuungsnachweis erhalten, halten wir alle Informationen wie Arbeitsblätter, eine Broschüre der BGW sowie die Gruppenmerkblätter zur Erstellung von gefährdungsblätter für Produkte bereit. Schreiben Sie uns per E-Mail, senden Sie ein Fax oder rufen Sie uns in der Redaktion an. Auf Anfrage können alle Informationen, auf die wir während unserer Recherche gestoßen sind, zur Verfügung gestellt werden. Ihr ProfNail-Team

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Nails Are Diamonds

Die Modefarben für diesen Sommer sind knallbunt und schillern in allen Facetten des Regenbogens. In diesem Design wird sehr schön sichtbar, wie die Sommerfarben miteinander kombiniert werden können. Es passt zu jedem Outfit und zu jeder Farbe und lässt der Kundin alle Kombinationsmöglichkeiten offen.

Anleitung
Nach der Vorbereitung des Naturnagels auf den Produktauftrag wird ein VIP-Tip in passender Größe ausgesucht und an der Nagelplatte befestigt. Mithilfe einer Pinchpinzette oder Pinchklemme lassen sich die Tips unproblematisch am Naturnagel anbringen. Nach dem Kürzen auf die gewünschte Länge wird der Übergang der Auflagefläche zum Naturnagel angeglichen und die Oberfläche des Tips leicht mattiert. Um die Anhaftung des Modellagematerials zu verbessern, wird die Nagelplatte mit dem „Ultra Dry“-Dehydrator entfettet und danach der „Ultra Bond“-Haftvermittler aufgetragen. Anschließend wird eine dünne Schicht „Ein-Phasen Gel clear“ über das Nagelbett und den Tip aufgetragen und für zwei Minuten im UV-Lichthärtungsgerät ausgehärtet. Zur Abdeckung und Verlängerung des Nagelbetts bringt Swetlana das deckende „Camouflage Gel-light“ auf und modelliert eine Smileline. Auch diese Schicht wird natürlich im UV-Gerät ausgehärtet. Auf der Spitze des Tips werden nun verschiedene Farbgele aufgetragen. Swetlana verwendet die Farben Lilac, Dark Magnolia, Baby Blue und Neon Green. Noch bevor diese Produktschicht ausgehärtet wird, werden mit einem Pinsel die Farbverläufe gestaltet. … (vollständiger Artikel in ProfNail 5/2012)

Mit Dank an Swetlana Schneider
www.trend-nails.de

Nails Are Diamonds Nails Are Diamonds Nails Are Diamonds
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Spanische Spitze

Extravagante Details

Erst kürzlich besuchten wir Eve Tran in ihren neuen Geschäftsräumen in Reutlingen. Eve hat zusammen mit ihrem Mann Andy die Leitung der Firma Odyssey Nail Systems für Deutschland und Europa übernommen. Im Foyer der Firmenzentrale stach uns sofort ein Poster ins Auge. Die hierauf gezeigte Designmodellage war so beeindruckend, dass wir Eve zu dieser Arbeit befragten. „Diese Nägel habe ich gemacht!“, schmunzelte Eve. Lesen Sie hier, wie diese extravagante Designmodellage erstellt wurde.
Betrachtet man diese tolle Modellage genauer, wird man an geklöppelte Spitze, wie sie der spanische Hochadel trägt, erinnert. Jeder einzelne Nagel ist unterschiedlich gestaltet und zeigt, wie viel Können und Geschick Eve besitzt.

Anleitung
Natürlich sollte auch bei dieser Modellage der Naturnagel auf den Produktauftrag vorbereitet werden. Mit einem blickdichten Camouflageprodukt deckt Eve nun die Nagelplatte ab und verlängert diese optisch. Hierbei wird die Smileline in Chevronform modelliert, was die Form der Designmodellage noch mehr unterstreicht. Nun beginnt Eve mit der Modellage der „Spanischen Spitzen“. Sie nimmt weiße Produktbällchen auf und modelliert die einzelnen Ranken. Hierbei werden Reliefeffekte modelliert, was den Effekt der geklöppelten Spitze unterstreicht. „Man muss hierbei mit einem Produkt arbeiten, das relativ schnell anhärtet. Nur so kann man die Reliefstrukturen der Spitze aufbauen. Gegebenenfalls kann man ein paar Tropfen Aceton ins Liquid geben, um das Produkt in der Aushärtung schneller zu machen“, rät Eve. Immer weiter baut sie die „Spanische Spitze“ an, bis sie zum Ende der Schablone reicht. Vorsichtig wird diese anschließend entfernt. … (vollständiger Artikel in ProfNail 5/2012)


Mit Dank an Eve Trang www.odysseynail.com

Spanische Spitze Spanische Spitze Spanische Spitze
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BuS im Nagelstudio

Jeder der sich als Nail-Designer selbstständig gemacht hat, hat innerhalb weniger Wochen nach Anmeldung des Gewerbes bei der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Post erhalten. Die Anmeldung bei der BGW führt automatisch zur Mitgliedschaft in der gesetzlichen Unfallversicherung, die auch für Nagelstudios zuständig ist. Arbeitet man als Nail-Designer alleine, also ohne Angestellte, handelt es sich bei dem ersten Schreiben um eine reine Formalität. Es wird bestätigt, dass man bei der BGW registriert ist, aber es entstehen keine weiteren Kosten.

Hat man aber Erfolg mit seinem Nagelstudio und stellt Personal ein, muss man dies an die Berufsgenossenschaft melden und entsprechend der Zahl der Angestellten Beiträge für die gesetzliche Unfallversicherung entrichten. Neben der gesetzlichen Unfallversicherung ist aber die Berufsgenossenschaft auch für die Prävention von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zuständig. Auch die Rehabilitation bei einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit sowie Arbeitsschutzbetreuung gehört zu den Angeboten der BGW.

Aktueller Fall

Vor Kurzem erhielt eine Kollegin Post von der BGW. Das Thema des Schreibens war die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung (BuS) des Nagelstudios. Die Kollegin, die seit vielen Jahren ein erfolgreiches Nagelstudio führt, beschäftigt mehrere Angestellte. Nach einem flüchtigen Durchlesen des Schreibens legte sie dieses beiseite. „Sicherlich handelt es sich hierbei um ein Missverständnis, denn schon vor einigen Jahren, als das Thema Betriebsarzt (für alle Betriebe) durch die Presse ging, meldete sich die BGW mit einer Anfrage zur Zahl der Angestellten. Irgendwie habe ich noch in Erinnerung, dass in Firmen unter 10 Angestellten dies nicht notwendig ist“, dachte sie. Doch sie erhielt ein Erinnerungsschreiben mit der dringlichen Aufforderung, den beiliegenden Nachweisbogen ausgefüllt einzureichen. Erst zu diesem Zeitpunkt befasste sich die Kollegin näher mit dem Thema und kontaktierte auch die BGW mit der Bitte um weitere Informationen. „Am Telefon wurde mir nur sehr unfreundlich erklärt, dass ich mich doch auf der Internetseite einlesen sollte. Auf der Internetseite der BGW war Folgendes zu finden: „Jeder Arbeitgeber in Deutschland möchte – und muss – seine Beschäftigten vor Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz schützen. Unterstützung und Beratung bei dieser Aufgabe bietet ihm die Arbeitsschutzbetreuung – die im Übrigen gesetzlich vorgeschrieben ist.“ Aus dieser etwas provokanten Formulierung wird klar, dass jeder Betrieb, der Angestellte hat, sich auch mit dem Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz zwingend auseinandersetzen muss.

 

… vollständiger Artikel zu lesen in Prof Nail 5/2012

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