1.000 Euro Belohnung!

 

Die neue Kolumne von Mimi hat offensichtlich reges Interesse bei unseren Lesern gefunden. Mimi sowie auch wir in der ProfNail-Redaktion erhielten viele Zuschriften, die uns Lob spendeten und Komplimente machten. Mimi ist eine Nail-Designerin, die in Deutschland ein Studio besitzt und schon immer einmal schreiben wollte. Sie hatte die Redaktion angeschrieben und wir fanden ihren Stil wirklich frisch und ansprechend. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, Mimi eine eigene Kolumne einzuräumen. Der Sinn einer Kolumne ist es, dass auch andere Ansichten und Meinungen (auch abweichend von denen der Redaktion) zu bestimmten Themen in ein Magazin einfließen sollen. Mimi greift Themen, die den Nail-Designer beschäftigen aus der Sicht des Nail Designers – also aus der des Kollegen, auf.

Vor ein paar Wochen hat Mimi, nachdem sie viele Zuschriften erhalten hatte, einen Beitrag bezüglich der Divisionen bei Meisterschaften in der Facebookgruppe ProfNail und auf ihrem eigenen Profil veröffentlicht. Innerhalb von 24 Stunden gingen darauf knapp 280 Antworten ein. Offensichtlich ist dies ein sehr heißes Thema, denn neben den Antworten zur eigentlichen Veröffentlichung war die Frage „Wer ist Mimi?“ wohl eine, die viele Teilnehmer beschäftigt. Eines der Mitglieder fühlte sich sogar berufen, eine Prämie für sachdienliche Hinweise auf die Identität von Mimi auszusetzten. 1.000 Euro wurden für Hinweise, die zur Identität von Mimi führen, geboten. Ob es sich nun hierbei nur um ein Ablenkungsmanöver handelt, ist ungewiss und ob die Prämie zur Auszahlung käme ebenso.

„Eigentlich ist es kaum zu glauben!“, so die Reaktion der Chefredakteurin Terri Malon. Es war offensichtlich eine kluge Entscheidung, Mimis Kolumne unter einem Pseudonym zu veröffentlichen. Außer der Redaktion – und natürlich Mimi selbst – weiß keiner, wer Mimi ist. „Kenn man den Autor eines Beitrags oder Buches und seine Ansichten ist ein unvoreingenommenes Lesen kaum mehr möglich. Um dies zu vermeiden bedient man sich eines Pseudonyms“, so die Erklärung der Redaktion.  Auf der Seite 20 können Sie die Kolumne von Mimi und Ihre Meinung auch in dieser Ausgabe lesen. Wir wünschen Ihnen schon jetzt viel Spaß dabei!

Redaktion

ProfNail

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Nail Couture

 

Schillernd wie Pfauenfedern muten die hier gezeigten Stilettos an – die irisierenden Blau- und Grüntöne sind gekonnt auf der extra langen Spitze in Szene gesetzt worden. Die Form der Stilettos wurde bis zur messerscharfen Spitze perfekt ausgearbeitet. „Das ist Nail Couture für den Laufsteg, vergleichbar mit den Kreationen der großen Modedesigner“, so das Votum der Redaktion.

Anleitung

Gerade bei Stilettonägeln ist die gründliche Vorbereitung des Naturnagels auf den Produktauftrag eine wichtige Basis für lange Haltbarkeit und gute Trageeigenschaften. Auch wenn diese Modellage sicherlich nicht alltagstauglich ist und mit großer Wahrscheinlichkeit nicht der Arbeit im Haushalt oder Garten ausgesetzt wird, zieht sie bei besonderen Anlässen und extravaganten Auftritten alle Blicke auf sich. Pepyn beginnt selbstverständlich mit den Grundarbeitsschritten. Hierzu wird die Nagelhaut vorsichtig von der Nagelplatte angehoben und zum Nagelfalz zurückgeschoben. Abgelagerte Hautschüppchen nimmt Pepyn mit einer elektrischen Feile ab, die mit einem eigens für diesen Arbeitsschritt entwickelten Bit bestückt wird. Nach dem Mattieren des Naturnagels bringt man die freie Nagelkante in Form und setzt eine Stilettoschablone an. Mit einem deckenden Camouflageprodukt wird das Nagelbett abgedeckt und optisch etwas verlängert. Das Camouflagepulver streicht man nur dünn über der Schablone aus. Die Stilettospitze modelliert Pepyn mit klarem Pulver ebenfalls dünn bis zum Ende der Schablone auf. Die Smileline setzt man erst später mit dem Glitterprodukt auf. Nun nimmt Pepyn etwas blaues Glitterpulver auf und beginnt Flammen über der Stilettospitzen zu formen. Akzentuiert wird das Design durch weiße Highlights, die als Kontrast zu den blauen Flammen in das Design eingearbeitet werden. In einem schillernden Grün setzt Pepyn nun weitere Details über die Stilettospitze. Um die Trageeigenschaften des Stilettos zu verbessern, wird eine satte Lage klaren Acrylpulvers über den Nagel modelliert und die Arch aufgebaut. Nachdem das Produkt angehärtet ist, wird die Schablone entfernt und der Stilettonagel in Form gepincht. Jetzt kann der Nagel in Form gefeilt und die Oberfläche des Produktauftrags geglättet werden. Feilspuren werden mit einer wattierten Feile aus der Oberfläche herausgearbeitet.

Malerei und Design

Auf den schillernden Untergrund setzt Pepyn mit schwarzer Acrylfarbe und einem Vrush-Pen, der für besonders feine und detaillierte Zeichnung hervorragend geeignet ist, ein Gitter. Auf das weiße Produkt malt der Designer nun Ornamente, die an schillernde Pfauenfedern erinnern und schattiert einige der Rauten mit schwarzer Farbe. Um dem Design Tiefe zu verleihen, zeichnet Pepyn einige weiße Linien entlang des Gitters. Weitere Highlights werden in die anschattierten Rauten gesetzt. Entlang der Flammen über dem Nagelbett platziert er noch einige weiße Farbtupfen. Eine aus goldenen Perlen aufgesetzte Kette wird durch einen großen Schmuckstein komplettiert. Zum Abschluss setzt Pepyn noch einige Strasssteinchen ein und überzieht die Modellage mit einem Versiegelungsgel. …

(vollständiger Artikel in ProfNail 7/2012)

Mit Dank an Magnetic Nail, Pepyn Borrel

www.magneticnaildesign.com

Nail Couture Nail Couture Nail Couture
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Golden Sunset

„Zeit ist Geld!“ – gerade im Nagelstudio ist dies eine Regel, die der Nail-Designer nicht außer Acht lassen darf. Natürlich bezahlt der Kunde, der sich eine Designmodellage wünscht, auch die Folien, Strasssteinchen oder Glitterfarben; aber es ist vor allen Dingen die Arbeitszeit, die beim Preis für Design und Nail-Art zu Buche schlägt.

Vorbereitung und Produktauftrag

Natürlich wird auch bei dieser Arbeit mit der Vorbereitung des Naturnagels auf den Produktauftrag begonnen. Hierfür hebt Reka die Nagelhaut vorsichtig von der Nagelplatte an und schiebt sie zum Nagelfalz zurück. Abgelagerte Hautschüppchen werden mit einem Propusher oder Spatel vom Naturnagel entfernt und dieser mit einer weichen und wattierten Feile in Wuchsrichtung mattiert. Nachdem die freie Nagelkante in Form gebracht wurde, setzt Reka eine Schablone am Finger an. Die Designerin bringt nun ein Camouflageprodukt auf die Nagelplatte auf und verlängert damit das Nagelbett optisch etwas. Am Nagelfalz trägt Reka bei diesem Arbeitsschritt noch kein Produkt auf. Entlang der hochgezogenen Smileline setzt Reka nun ein lachsfarbenes Ë Colorpulver auf und modelliert den Nagel bis zur gewünschten Länge. Als Dekoration wird ein wenig Blattkupfer in einem Streifen in das noch feuchte Produkt gelegt und entlang der Smileline etwas mit Glitterpowder aufgepeppt. Um die Haltbarkeit und Stabilität der Verlängerung zu garantieren, modelliert Reka mit klarem Acrylpowder einen Überzug über den Nagel. Nachdem das Produkt etwas angehärtet ist, wird die Schablone vom Finger entfernt und mit einer Pinzette in Form gepincht.

Form und Finish

Mit der Formbefeilung kann Reka erst beginnen, wenn das Produkt ausgehärtet ist. Dann werden Seitenlinien, Form und Länge befeilt und im Anschluss die Oberfläche des Nagels geglättet. „Speziell entlang des Nagelfalzes achte ich darauf, dass das Produkt glatt ist und die Übergänge gründlich befeilt werden. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass Liftings entlang des Produktauftrags meist von unsachgemäßer Formbefeilung herrühren“, berichtet Reka …

 

(vollständiger Artikel in ProfNail 7/2012)

Mit Dank an Crystal Nails

www.crystalnailsbeauty.de

Golden Sunset Golden Sunset Golden Sunset
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Goldener Herbst

Vorbereitung

Vor dem eigentlichen Produktauftrag muss der Naturnagel gründlich vorbereitet werden. „Meist ist die Ursache von Produktliftings eine unzulängliche Vorbereitung des Naturnagels. Zeit, die man meint bei diesem Arbeitsschritt einzusparen, rächt sich durch Reklamationen der Kundin“, weiß Diana. Vorsichtig wird mit einem Propusher oder Spatel die Nagelhaut vom Naturnagel angehoben und zurückgeschoben. Ablagerungen der Nagelhaut nimmt Diana mit einer elektrischen Feile von der Nagelplatte ab, bevor sie diese mit einer weichen und wattierten Feile in Wuchsrichtung mattiert. „Je dünner der Naturnagel, desto schwieriger ist die Anhaftung des Modellageprodukts. Also ist bei seiner Mattierung Vorsicht geboten. Zu leicht feilt man diesen zu dünn“, warnt Diana.

Produktauftrag

Nachdem die freie Nagelkante in Form gefeilt wurde, setzt Diana die Schablone an. „Nun wäre der richtige Zeitpunkt, einen Primer und/oder Dehydrator aufzutragen. Hat man aber die Nagelplatte gut vorbereitet, kann man sich dieses Produkt in den meisten Fällen sparen“, lässt uns Diana wissen. Über dem Nagelbett wird nun mit einem Camouflageprodukt modelliert und der Nagel damit optisch etwas verlängert. Dann nimmt Diana rotes und kupferfarbenes Glitterpulver auf und setzt das Bällchen direkt an der Smileline ab. Entlang dieser wird das Glitterprodukt ausmodelliert und über der Schablone ausgestrichen. „Glitterpulver sind in ihrer Konsistenz immer sehr viel dünner als ein Modellageprodukt. Aus diesem Grund entsteht zu diesem Zeitpunkt in der Arbeit eine Treppe zwischen Nagelbett und Anbau“, erklärt Diana. Damit die Modellage auch hält, muss über dem Glitterprodukt immer ein Aufbau modelliert werden. Hierfür nimmt Diana ein relativ großes Produktbällchen klares Modellagprodukt auf und setzt dieses auf das Glitterprodukt. „Ich warte immer ein wenig, bis sich das Produkt „gesetzt“ hat. So kann ich bei diesem Arbeitsschritt auch gleich die Form und die Seitenlinien modellieren, ohne dass das Produkt von der Schablone läuft“, erläutert Diana. Mit dem sauberen Pinsel wird das Produkt über die Schablone bis zur gewünschten Länge modelliert. Um einen Farbverlauf mit Glitterprodukt zu modellieren, nimmt Diana immer mehrere Glitterfarben gleichzeitig auf. So ergeben sich bei jedem Nagel unterschiedliche Effekte. „Verarbeitet man bei einer Modellage Glitterprodukte, sollte man unbedingt mit mehreren Pinsel arbeiten. Die kleinen Glitterpartikel hängen sich sehr gerne im Pinsel fest und tauchen dann im Clear- oder Camouflageprodukt auf“, so Dianas Tipp.

Form und Design

Nachdem das Produkt etwas angehärtet ist, nimmt Diana die Schablone ab und pincht den Nagel mit einer Pinchpinzette in die gewünschte Form. Bis zur vollständigen Aushärtung des Materials wird eine Pinchklemme angesetzt, die den Nagel in dieser Form hält. Einmal ausgehärtet, beginnt Diana mit der Befeilung des Nagels. Überschüssiges Produkt wird mit der elektrischen Feile abgenommen. Mit einer Profifeile werden Seitenlinien und Formlinie befeilt und danach mit einer wattierten Feile bzw. einem Buffer die Feilspuren aus der Oberfläche des Nagels herausgearbeitet. Nun wird der Feilstaub entfernt und Diana zeichnet mit einem schwarzen Nail-Art-Liner einige Schnörkel und die Umrisse einiger Blätter auf. Sie werden mit goldenem Nail-Art-Liner ausgemalt und erhalten noch einige Details in Schwarz und Weiß …

(vollständiger Artikel in ProfNail 7/2012)

 

Mit Dank an Diana Hattwig

www.zauber-nails.de

 

Goldener Herbst Goldener Herbst Goldener Herbst Goldener Herbst