Gerüchte, Halb- und Unwahrheiten

Ich habe einige Kunden, die das Problem haben, dass der Arbeitgeber das Tragen von Gelnägeln nicht mehr erlaubt. Derzeit ist es Lidl, was ich nicht verstehen kann. Gelnägel seien nicht hygienisch, so die Meinung der Filialleitung. Habt ihr da auch Erfahrungen bzw. einen Ratschlag?“, so ein Beitrag auf unserer Facebookgruppe ProfNail. Kommentare von Kollegen bestätigen, dass auch sie schon mit diesem Problem konfrontiert wurden: „Geht mir genauso. Es ist mal wieder Panikmache. Wenn man die Berichte (in der Publikumspresse) der letzten Zeit verfolgt, hab’ ich das Gefühl, dass man unseren Berufsstand kaputtmachen will.“

Auch wenn man bei nüchterner Betrachtung wohl nicht davon ausgehen muss, dass der Berufsstand des Nail-Designers vernichtet werden soll, ist die derzeitige Berichterstattung in der Endverbraucherpresse nicht sehr sachlich. Hier werden Gerüchte verbreitet, Halbwahrheiten missinterpretiert und Unwahrheiten in die Welt gesetzt. Wir haben auf der Seite 9 dieser Ausgabe die aktuellsten Beispiele für Sie zusammengestellt. Die Apothekenrundschau veröffentlichte in der Septemberausgabe einen Artikel mit dem Titel „Schön, aber riskant“ und das Jugendmagazin der AOK schreibt: „Nail-Art aus dem Netz – so geht‘s schonend“. Man kann davon ausgehen, dass sich einige Studiokunden deswegen fragen, was denn von den Behauptungen zu halten sei. Aber vor allen Dingen werden diese Artikel dazu beitragen, dass noch mehr Leute dem Thema Nail-Design, Nail-Art etc. mit Skepsis gegenüberstehen.

Schon vor vielen Jahren (2002) brachte die BILD einen Bericht über die Krebserkrankung an der Hand von Katie Price, die angeblich durch regelmäßige Besuche im Nagelstudio verursacht wurde. Sogar von einer drohenden Amputation war damals die Rede. Zum Glück war dies nur maßlos übertrieben, aber das wurde natürlich nie öffentlich richtiggestellt oder korrigiert. Um Ihren Kunden die Angst vor den Risiken im Nagelstudio zu nehmen, haben wir schon eine Vielzahl von Artikeln veröffentlicht. „Hautkrebs durch UV-Strahlung“ oder „Acryl ist schädlich“ waren die Themen. All denjenigen Lesern, die diese Beiträge verpasst haben, senden wir gerne eine Kopie zu. Unsere Empfehlung an die Kollegin, die bei Facebook nach einem Rat für ihre Kunden fragte: Klären Sie die Kunden regelmäßig auf, nicht nur wenn es mal wieder in der Presse steht. Nutzen Sie die Zeit am Nageltisch über Hygiene, UV-Strahlung, professionelle Produkte etc. zu sprechen. Eine informierte Kundin, die sich auf ihre professionelle Nail-Designerin verlassen kann, wird in ihrem Umfeld viele Vorurteile ausräumen.


Redaktion ProfNail

 

Terri Malon



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Reise nach Mallorca – Die internationale Nail Championship

Mitte September, das Wetter war in Deutschland schon kühl und sehr herbstlich, freute sich eine Gruppe von Kollegen auf eine kleine Auszeit im sonnigen Spanien, genauer gesagt auf der Urlaubsinsel Mallorca. Der Robinson-Club Cala Serena an der Ostküste der Insel ist, leicht erhöht, an einer wunderschönen Bucht gelegen. Dort wird man von einer traumhaften Gartenanlage erwartet. Die 5-Sterne-Hotelanlage bot ein luxuriöses Ambiente für die internationale Nail Championship von Catherine Nail Collection.

Montag, der 15. September war der Tag der Anreise. Die Teilnehmer wurden von einem gut organisierten Shuttleservice am Flughafen in Palma de Mallorca empfangen und zum Club gebracht. Schon die einstündige Fahrtzeit wurde dazu genützt, um die letzten Neuigkeiten der Branche auszutauschen und neue Kollegen kennenzulernen. Bei der Ankunft im Hotel begrüßte das Catherine-Nail-Collection-Team jeden Reiseteilnehmer. Ein kühles Gläschen Sekt, im Schatten der blühenden Bougainvilleas genossen, schmeckte ganz besonders erfrischend und stimmte die Gruppe auf eine tolle Urlaubswoche ein. Doch neben ein wenig Entspannung und vielen Sportangeboten war für die Catherine-Gruppe ein umfangreiches Programm geplant.

Schon während des ersten Abendessens, das in einem Nebenraum, der eigens für die Catherine-Teilnehmer reserviert war, serviert wurde, diskutierten die Anwesenden über die Kurse, die Championship und das Programm der kommenden Tage. Bei gutem Essen, Rot- oder Weißwein und toller Gesellschaft wurde bereits am ersten Abend klar, dass diese Woche viel Spaß, Freude und interessante Begegnungen bereithalten würde.

Am Dienstag wurde das Seminar mit Sugar Mert unter dem Motto „Marketing für Nagelstudios“ mit großer Spannung erwartet. Obwohl es für den Strand vorgesehen war, musste kurzfristig umdisponiert werden, da die mehr als 50 Teilnehmer am Strand den Rahmen gesprengt hätten. Während des gut 3-stündigen Seminars sprachen die Kollegen über die effektivsten Maßnahmen zum Aufbau des Bekanntheitsgrades eines Studios sowie zum Ausbau des Kundenstamms. Ob Messebeteiligung wie Hochzeits- oder Fitnessmessen, Programme wie „Kunden empfehlen Kunden“ oder doch die traditionelle Mundpropaganda am besten funktioniere, wurde mit viel Enthusiasmus diskutiert. Sugar, die selbst eine erfolgreiche PR-Agentur in Berlin betreibt, gab auch Einblick in die Pressearbeit und half mit Tipps, wie ein Nagelstudio regionale Zeitungen und Anzeigenmagazine für sich nutzen kann.

Der Höhepunkt der Reise, die internationale Meisterschaft, war für Mittwoch, den 17. September anberaumt. Schon morgens, nach einem wundervollen Frühstück auf der Dachterrasse, wurden die Modelle für die Teilnehmer, die sich auf den Landesmeisterschaften qualifiziert hatten, ausgelost. „Dies ist eine Herausforderung, die die Veranstalter anderer Meisterschaften den Teilnehmern nicht stellen. Die meisten Nail-Designer, die an Meis-terschaften teilnehmen, verpflichten ein eigenes Modell, das auch für das Meister- schaftstraining zur Verfügung steht. Die Anforderung, an einem völlig fremden Modell für eine Meisterschaft zu arbeiten, wird für große Aufregung sorgen“, sah Terri Malon aus ihrer langjährigen Erfahrung voraus.

Siegerehrung im Theater

Die Preisverleihung, bei der die Geschäftsführung den Gewinnern zu ihrem Sieg gratulierte, bildete dann den krönenden Abschluss des aufregenden Tages. Zuzana Majarosova (Tschechien, Gewinnerin Classic Modellage) und Jolanda Walburg (Niederlande, Gewinnerin Final Nail Forming) freuten sich über einen Pokal und eine Geldprämie von 3.000 Euro. Irina Shigaeva (Kirgisistan) belegte den zweiten Platz in der Kategorie Final Nail Forming und nahm eine neue „C-drill BOX“ in Empfang. Gleich zwei Auszeichnungen erhielt Iryna Manilko aus der Ukraine (2. Platz Classic Modellage, 3. Platz Final Nail Forming) und als Belohnung ein Equipmentdoppelpack, bestehend aus je einer neuen „C-drill BOX“. Ruta Medelyte (Litauen) nahm die Glückwünsche für den 3. Platz Classic Modellage und Ë ebenfalls eine „C-light BOX“ entgegen. Nachdem alle Gewinner ihre Preise erhalten hatten, bedankte sich Catherine Frimmel noch bei den Firmengründern, nämlich ihren Eltern Ingeborg und Karl-Heinz Frimmel. Catherine Nail Collection feiert dieses Jahr das 35-jährige Firmenjubiläum. Als Überraschungsgast gratulierte auch Christine Neubauer, der bekannte Film- und Fernsehstar, dem Ehepaar Frimmel zu dieser tollen Firmengeschichte. Alle Teilnehmer hatten danach die Chance, ein Bild von sich selbst mit Christine Neubauer und den Firmenchefs Ingeborg und Catherine Frimmel machen zu lassen.

Die nationale Catherine Championship findet im nächsten Jahr wieder in Deutschland statt. Die drei Erstplatzierten qualifizieren sich dann für die internationale Catherine Championship im Jahr darauf. Und da alle so begeistert von der Location im Robinson-Club waren, wird es dann wieder nach Mallorca gehen“, so die Vorschau der Firmenleitung auf die kommenden Jahren.

(vollständiger Artikel in ProfNail 7, 2014)

Mit Dank an
Catherine Nail Collection GmbH

www.catherine-de.com

Reise nach Mallorca – Die internationale Nail Championship Reise nach Mallorca – Die internationale Nail Championship Reise nach Mallorca – Die internationale Nail Championship
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Funkelndes Gold – Weihnachtstrend

Funkelndes Gold ist gerade in der Weihnachtszeit ein angesagter Trend, der bei vielen Kunden sehr gut ankommt. Auch wenn wir noch ein wenig Zeit bis dorthin haben, werden schon jetzt die Vorbereitungen für die festliche Modellage auf der Weihnachtsfeier oder beim Weihnachtsfest geplant. Mario Folger, der im vergangenen Sommer schon einmal eine Modellage für ein Coverbild der ProfNail erstellt hat, zeigt uns mit dieser Arbeit, wie man mit etwas funkelnder Folie und ein wenig Farbe eine tolle Designmodellage kreieren kann.

Eine Verlängerung der Nägel unter Zuhilfenahme einer Schablone und Verwendung von Gel ist für einige Nail-Designer immer noch eine Herausforderung. Wir haben Mario gebeten, die Technik, die er auch täglich im Studio verwendet, genauer zu erläutern.

Vorbereitung und Form
Mario beginnt mit den Grundarbeitsschritten zur Vorbereitung des Naturnagels auf den Produktauftrag. Hierfür hebt er die Nagelhaut vorsichtig von der Nagelplatte an und schiebt sie in Richtung Nagelfalz. Ablagerungen der Nagelhaut, die sich gegebenenfalls auf dem Naturnagel abgesetzt haben, entfernt er mit einem Propusher und mattiert danach die Nagelplatte mit einer weichen und wattierten Feile. Nachdem die Nagelkante mit einer Profifeile in Form gebracht wurde, trägt er einen Haftvermittler (Dehydrator) entlang des Nagelfalzes auf. „Dies verhindert spätere Produktliftings und optimiert die Anhaftung des Modellage-Gels“, erklärt er seine Vorgehensweise. Nun wird eine Schablone unter den freien Nagelrand angesetzt und eine dünne Schicht Ein-Phasen-Gel über Naturnagel und Schablone aufgetragen. Diese Schicht zuerst nur für ca. 15 Sekunden im UV-Gerät aushärten. Dann pincht man den Nagel mit der Pinchpinzette und stabilisiert ihn danach mit einer Pinchklemme in dieser Form. Mit der Pinchklemme am Nagel das Produkt nochmals für zwei Minuten im UV-Lichthärtungsgerät polymerisieren. Jetzt kann die Schablone vom Finger entfernt werden.

French-Modellage
Als nächstes Produkt trägt Mario ein opakes Camouflage-Gel über dem Nagelbett auf. Die Smileline wird mit dem gesäuberten Pinsel perfektioniert, bevor das Gel im UV-Gerät ausgehärtet wird. Mario nimmt die Inhibitionsschicht mit einem Zellstoffpad von der Oberfläche des Nagels ab und feilt Smileline und Nagelbettüberzug in die gewünschte Form. Anschließend trägt der Designer weißes Gel für die French-Spitze auf und härtet es in UV-Gerät aus. Für die Stabilisierung der Verlängerung und zur Optimierung der Trageeigenschaften wird ein Aufbaugel über den kompletten Nagel aufgetragen und der Apex modelliert. Um die Form nochmals zu perfektionieren, kann zu diesem Zeitpunkt auch das Pinchen der Modellage durchgeführt werden. Hierzu die Aufbaugelschicht nur kurz anhärten und mit der Pinzette in die gewünschte Form pinchen. Mit der Pinchklemme, die zur Stabilisierung nun an den Nagel angesetzt wird, das Gel nochmals komplett für zwei Minuten im UV-Gerät aushärten.

Finish und Design
Nach der Polymerisation nimmt Mario die Inhibitionsschicht mit einem mit Cleaner getränkten Zellstoffpad von der Oberfläche des Produkts ab. Jetzt bringt er die Nägel mit einer Profifeile auf die gleiche Länge und hebt die Basislinien auf dasselbe Niveau. Entlang des Nagelfalzes wird das Produkt ausgedünnt und danach seine Oberfläche geglättet. Nach dem Abnehmen des Feilstaubs mit einer Staubbürste trägt der Designer auf einen Nagel eine Schicht Farbgel auf und härtet es im UV-Lichthärtungsgerät aus. …

vollständiger Artikel in ProfNail 7, 2014)

Mit Dank an
Mario Folger und Emmi-Nail

www.emmi-nail.de

 

Funkelndes Gold – Weihnachtstrend Funkelndes Gold – Weihnachtstrend Funkelndes Gold – Weihnachtstrend
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Kriechende Gele – unsauber, unhygienisch und machen viel Arbeit

Wer von euch kennt dieses Problem auch? Meine Geltöpfe sind völlig verschmiert, obwohl sie aufrecht in der Schublade stehen!“, so die Frage unserer Kollegin Bianka U. auf der Facebookgruppe ProfNail. Innerhalb weniger Stunden gab es auf diese Frage mehr als 360 Kommentare und Antworten. Alle mit dem gleichen Tenor: „Ja, kenne ich leider auch!“ Es wurden zahlreiche Bilder hinzugefügt, die eindrucksvoll dokumentierten, dass dieses Problem der verklebten und verschmierten Geltöpfe wohl in den meisten Nagelstudios zu finden ist.

Am schlimmsten ist es wohl mit Farb- und Effektgelen. Durch die Pigmentierung entstehen neben dem klebrigen Film auf den Rändern, dem Gewinde und der Außenseite der Geltöpfe zusätzlich auch noch farbige Ringe, wenn man die Deckel unachtsam auf der Tischoberfläche ablegt. Ganz zu schweigen, wie ein paar Geltiegel die Innenseite einer Schublade verunstalten können.

Lösung des Desasters
Vor ein paar Wochen wurde der Redaktion ProfNail ein firmeneigenes Magazin zugesandt. Die Firma Pronails aus Belgien veröffentlicht viermal pro Jahr ein Kundenmagazin mit neuen Trends, Produktvorstellungen und Firmenneuheiten. In der letzten Ausgabe dieser Zeitschrift wurde ein Bericht mit dem Titel „Der genialste Geltiegel, der je entwickelt wurde“ veröffentlicht. „Natürlich kam uns sofort dieses leidige Thema der kriechenden Gele wieder in den Sinn. Wir hatten bislang von einer Veröffentlichung abgesehen, weil es ja offensichtlich keine Lösung für das Problem gab“, berichtet Terri Malon.

Mit großem Interesse lasen wir alle Details über diesen Geltiegel. Auf den ersten Blick sieht er etwas merkwürdig aus, aber je mehr man sich mit der Idee, die dahinter steckt, befasst, umso mehr faszinierte er uns. „Bei PRONAILS ist Innovation Alltag. Wir arbeiten ständig an Innovationen und Optimierung, indem wir uns selbst und die Art, wie wir Dinge angehen, ständig hinterfragen. Denn für uns gibt es immer Raum für Verbesserungen. Über mehrere Monate hinweg haben wir unsere Geltiegel genau überprüft und nach Möglichkeiten gesucht, sie noch besser verwendbar zu machen. Das Ergebnis ist eine geniale Kombination aus Nachhaltigkeit, Funktionalität und Eleganz“, lautet das etwas blumige Statement der Firma. Liest man aber über die Details des Tiegels, wie er aufgebaut ist und wie er zu einem System wird, kann man die Begeisterung, mit der dieser Bericht geschrieben wurde, wirklich verstehen.

Schon auf dem Etikett des Deckels kann der Nail-Designer die Funktion, den Geltyp und die exakte Farbe erkennen. Oft werden alle diese Angaben an den Seiten bzw. auf dem Tiegelboden gedruckt, was natürlich bezüglich des Phänomens „kriechender Gele“ sicherlich nicht von Vorteil ist, da der Tiegel zum Ablesen der Informationen umgedreht werden muss. Nimmt man den Deckel des neuen Geltiegels ab, liegt ein Kunststoffring auf dem inneren Tiegel. Dieser Ring dient zum Abstreifen des Pinsels und verhindert, dass das Gel an der Tiegelinnenwand bis zum Rand kriechen kann. Darüber hinaus lassen sich diese Geltiegel problemlos aufeinanderstapeln, was auch eine gewisse Platzersparnis bringt. Der Geltiegel hat darüber hinaus eine ganz besondere Form, die sich von den Tiegeln, die bislang von den Nagelfirmen präsentiert wurden, grundlegend unterscheidet.

Auch wenn dieser Tiegel nur eine Lösung für die Probleme mit Tiegeln ist, ist es doch der richtige Ansatz, nach Lösungen zu suchen, anstatt den Kunden mit seinen Problemen alleine zu lassen.

… (vollständiger Artikel in ProfNail 7, 2014)

Mit Dank an
PRONAILS

www.pronails.com

 

Kriechende Gele – unsauber, unhygienisch und machen viel Arbeit Kriechende Gele – unsauber, unhygienisch und machen viel Arbeit Kriechende Gele – unsauber, unhygienisch und machen viel Arbeit