Meinungsfreiheit = Pressefreiheit

Meinungsfreiheit = Pressefreiheit

Derzeit ist die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ wohl jedem von uns ein Begriff. Millionen von Menschen gingen auf die Straße, um für Pressefreiheit zu demonstrieren. In unserer Gesellschaft sehen wir Meinungsfreiheit und die damit einhergehende Pressefreiheit als eines der höchsten Güter an. Aber wie viel Meinung verträgt die Meinungsfreiheit? 

Für uns ist das eine wichtige Frage! Oft bekommen wir zu hören, dass wir den einen oder anderen Beitrag auf unserer Facebookgruppe ProfNail löschen sollten. Wie weit geht unsere Toleranz in Bezug auf Meinungsfreiheit? Billigen wir diese auch denjenigen unter uns zu, die einmal nicht UNSERER Meinung sind? Es ist leicht, jemanden Meinungsfreiheit zuzugestehen, wenn er unsere Meinung vertritt. Aber Meinungsfreiheit beginnt genau dort, wo man akzeptiert, dass das Gegenüber eine andere Meinung vertritt und wo man es ihm gestattet, diese Meinung zu äußern und zu begründen.

Kürzlich erhielten wir den Brief eines Rechtsanwalts, der unserer Redaktion verbieten wollte, über eine Firma und deren Produkte, die er rechtlich vertritt, zu berichten. Warum? Ganz davon abgesehen, dass wir über diese Firma und deren Produkte nicht berichtet hatten und es sich hierbei um eine Fehlinterpretation seitens der Firma bzw. des Rechtsanwalt handelte, kann und werden wir es nicht zulassen, dass wir unsere Meinung nicht mehr veröffentlichen können bzw. dürfen. Natürlich hat die Firma ein Recht auf eine Gegendarstellung. Laut Presserecht sind wir dazu verpflichtet, eine vom Betroffenen verfasste Meinung und Gegendarstellung zu einem Bericht zu veröffentlichen. Leider hat die betreffende Firma dieses Recht nicht in Anspruch genommen.

„Der Fall ‚Charlie Hebdo‘ hat etwas Wichtiges erreicht! Er hat das Thema Pressefreiheit und Meinungsfreiheit im Bewusstsein viele Menschen nach vorne gerückt. Wir leben und arbeiten in einer Gesellschaft, die es uns ermöglicht, uns unsere Meinung selbst zu bilden und diese auch öffentlich zu vertreten. Es gibt gar nicht so viele Länder, in denen dies selbstverständlich ist. Wir sollten alles daran setzen, diese Freiheit auch in der Zukunft zu verteidigen“, meint Terri Malon, Chefredakteurin.

Ihr ProfNail-Team

 

 

 

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Ton in Ton – Inlays und 3-D-Kombination

Die meisten Designmodellagen werden mit farbigen Produkten erstellt. Doch auch ein schön gearbeitetes Design, nur in Weiß gehalten, kann sehr effektvoll sein. Derzeit werden überall Hochzeitsmessen veranstaltet und einige Nail-Designer tragen sich mit dem Gedanken, an diesen teilzunehmen. „Da muss man natürlich Designs zeigen, die passend zu diesem Anlass entworfen wurden“, fordert Silvia-Anne Müller.

Natürlich sollte man bei Hochzeitsmessen nicht nur ein Design vorführen. Die Geschmäcker der potenziellen Kunden sind so unterschiedlich wie die Hochzeitskleider, die auf solchen Veranstaltungen angeboten werden. „Aber Vorsicht! Vorführungen auf Messen sollten immer perfekt sein. Die zukünftige Braut wird mit dem von Ihnen modellierten Probenagel nach Hause gehen. Er wird der besten Freundin gezeigt und natürlich auf Haltbarkeit getestet. Bei solchen Vorführungen arbeite ich relativ simple Designs und passe auch die Länge des Probenagels den Ansprüchen der Braut an. Wenn Sie schon an das Tragen von längeren Nägeln gewöhnt ist, ist eine Eingewöhnungsphase nicht nötig. Will Sie aber nur für die Hochzeit ‚schöne, lange Nägel‘ haben, ist ein Termin ca. 4 – 5 Wochen vor der Hochzeit wichtig. So hat sie Zeit, sich an den Umgang mit den Nägeln zu gewöhnen und es passiert während der Feier kein Malheur“, rät Silvia-Anne.

Vorbereitung

Zuerst werden die Grundarbeitsschritte zur Vorbereitung des Naturnagels auf den Produktauftrag absolviert. „Gerade bei einem Probenagel muss die Vorbereitung besonders gründlich sein. Schließlich soll der Nagel auch über eine längere Zeit gut halten, um die Kundin dazu zu bewegen, einen Termin zu vereinbaren“, betont Silvia-Anne. Die Schablone wird so angepasst, dass sie ganz dicht an der freien Nagelkante anliegt. Hierzu wird die Schablone seitlich so weit eingeschnitten, bis das Papier der Schablone direkt unterhalb der Nagelplatte abschließt. Gegebenenfalls zu diesem Zeitpunkt dem Naturnagel mit einem Dehydrator überschüssige Feuchtigkeit entziehen. Um die Anhaftung des Produkts zu optimieren, kann zusätzlich noch ein Primer aufgetragen werden.

Modellage

Mit einem opaken Camouflageprodukt wird die Nagelbettabdeckung modelliert. Da das Modell, das für diese Modellage ausgewählt wurde, schon ein langes Nagelbett besitzt, verwendete Silvia-Anne die freie Nagelkante als Führungslinie und modelliert das Bällchen bis zur Kante. „Wenn die Kundin aber kein schönes Nagelbett hat, modelliere ich die Nagelbettabdeckung auch etwas über die Schablone, um den Nagel optisch etwas zu verlängern“, lässt uns Silvia-Anne wissen. Dann nimmt sie ein kleines Bällchen weißes Acryl auf und modelliert es entlang der Smileline. Ein Nail-Art-Pinsel dient dazu, aus dem weißen Produkt eine Ranke über der Schablone zu modellieren. Mit der Spitze des Pinsels führt Silvia-Anne das Material, bis es die gewünschte Form aufweist und setzt mit einem zweiten Produktbällchen einen weiteren Kringel an. Um die Verlängerung zu stabilisieren, wird mit klarem Acryl über das weiße Design modelliert. „Dieses Bällchen sollte relativ feucht aufgesetzt werden, damit es die Ranke völlig einschließt und keine Zwischenräume entstehen“, erfahren wir über die Details der Arbeitsweise. Das klare Acryl wird bis zur Smileline gezogen und die Oberfläche glatt gedrückt. Nachdem das Material etwas angehärtet ist, entfernt Silvia-Anne die Schablone und pincht den Nagel mit einer Pinzette in die gewünschte Form. Zur Stabilisierung der Form eine Pinchklemme am Nagel ansetzen und dort belassen bis das Produkt entsprechend ausgehärtet ist.

(vollständiger Artikel in ProfNail 1, 2015)

Mit Dank an Silvia-Anne Müller
www.nothingbut.de

 

Ton in Ton – Inlays und 3-D-Kombination Ton in Ton – Inlays und 3-D-Kombination Ton in Ton – Inlays und 3-D-Kombination
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Lavendel – Modefarbe für den Frühling

Nagelbettabdeckungen mit Camouflage und farbigen Spitzen sind nach wie vor ein aktueller Trend in den Studios. „Auch wenn viele Kunden es derzeit eher etwas kürzer und sportlicher lieben, liegen die bunten French-Spitzen, passend zur Lieblings- oder Modefarbe der Saison, voll im Trend“, weiß Patricia Offergeld.

Vorbereitung

Vor dem Produktauftrag wird der Naturnagel mit den Grundarbeitsschritten gründlich vorbereitet. Hierzu wird die Nagelhaut vorsichtig von der Nagelplatte angehoben und zum Nagelfalz zurückgeschoben. Hautschüppchen, die sich auf dem Naturnagel abgelagert haben, werden mit einem Propusher entfernt und die Nagelplatte mattiert. Nachdem die freie Nagelkante in Form gebracht wurde, wird eine Schablone angesetzt und ein Dehydrator auf den Naturnagel aufgetragen. „Hauptursache für Materiallifting ist fast immer eine nachlässige Vorbereitung des Naturnagels“, betont Patricia. „Diese Arbeitsschritte sollten bei jedem Service gründlich gearbeitet werden. Dann kann man selbst bei Kunden mit Problemnägeln eine gute Haltbarkeit der Modellage erreichen.“

Produktauftrag

Als erstes Produkt trägt Patricia ein Camouflage-Acryl über dem Nagelbett auf und verlängert es optisch etwas über die Schablone. Entlang des Nagelfalzes wird das Produkt sehr dünn aufgetragen und nur zur Smileline hin genügend aufgebaut, sodass die spätere French-Spitze angedockt werden kann. Nachdem das Produkt etwas angehärtet ist, feilt die Designerin die Smileline in eine exakte Form und glättet gleichzeitig die Produktoberfläche. Für die farbige Spitze hat Patricia ein Dappendish mit Liquid vorbereitet, das mit Colour-Drops eingefärbt wird. „Je mehr Colour-Drops, desto intensiver die Farbe“, verrät Patricia. Das farbige Liquid mit klarem Pulver verarbeiten, um einen Buntglaseffekt zu erzielen. Zur Erstellung der Smileline trägt man ein kompaktes, lilafarbenes Seidenpowder auf. Noch bevor das Produkt zu hart wird, setzt Patricia einige farblich passende Glitterpartikel auf. Um die Stabilität und Haltbarkeit der Modellage zu optimieren, wird der komplette Nagel mit klarem Modellageprodukt überzogen und dann mit einer Pinchpinzette in Form gepincht. Das Ansetzen einer Pinchklemme verhindert, dass bei der Polymerisation die gepinchte Form wieder verloren geht. Erst wenn beim Klopftest ein helles Klicken ertönt, werden die Pinchklemme und die Schablone entfernt und der Nagel kann in Form gefeilt werden.

… (vollständiger Artikel in ProfNail 1, 2015)

Mit Dank an Patricia Offergeld
www.patriciaoffergeld.de

Lavendel – Modefarbe für den Frühling Lavendel – Modefarbe für den Frühling Lavendel – Modefarbe für den Frühling
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Pastell-Dream – schlichte Designmodellage

… Malerei und Zeichnungen werden oftmals mit Acrylfarbe erstellt. „Ich habe mir schon immer gewünscht, dass man die Verzierungen auch mit Gel anfertigen kann. Letztendlich geht es hierbei auch um die Deckkraft und Randbeständigkeit des Gels, um feine Zeichnungen mit den entsprechenden Details zu erstellen. Wir haben (Farb-)Gele entwickelt, die so hochdeckend sind, dass auch sehr feine Zeichnungen damit erstellt werden können. Der Vorteil hierbei ist, dass eine Ausbesserung ganz einfach mit einem Wattestäbchen bewerkstelligt werden kann. Erst wenn die Zeichnung perfekt ist, wird das Gel im UV-Lichthärtungsgerät ausgehärtet“, erläutert Daniela die Hintergründe der Produktentwicklung.

Vorbereitung und Grundierung
Natürlich wird auch bei dieser Arbeit mit den Grundarbeitsschritten zur Vorbereitung des Naturnagels auf den Produktauftrag begonnen. Im hier gezeigten Beispiel hat Daniela einen Rebalancierungstermin gearbeitet. Hierzu werden nach der Händedesinfektion die Nägel gekürzt und das herausgewachsene Modellagematerial ausgedünnt. Die Nagelhaut wird angehoben und vorsichtig zum Nagelfalz zurückgeschoben. Den nachgewachsenen Naturnagel vorsichtig mattieren. Die Übergänge zum alten Produkt mit einem Buffer so weit glätten, dass sie völlig verschwinden. Gegebenenfalls kann zu diesem Zeitpunkt der Naturnagel mit einem Dehydrator entfettet werden. Nun trägt Daniela ein Haftvermittlungsgel auf und härtet es im UV-Lichthärtungsgerät aus. „Unsere Gele sind so konzipiert, dass der Einsatz von Primer nur noch in ganz seltenen Fällen, wie z. B. bei stark rückfettenden Nägeln, nötig ist“, erklärt Daniela. Auch der Primer wird natürlich ausschließlich auf den nachgewachsenen Naturnagel aufgetragen.

Modellage
Als nächstes Produkt wird eine dünne Schicht rosafarbenes Gel über den kompletten Nagel aufgetragen und im UV-Gerät polymerisiert. Um die Modellage zu stabilisieren und die Trageeigenschaften für die Kundin zu optimieren, modelliert man mit einem standfesten Aufbaugel und baut den Apex auf. Nach dem Aushärten im UV-Gerät nimmt Daniela die dabei entstandene Inhibitionsschicht ab und feilt die Oberfläche des Produkts in Form. Hierbei beginnt sie mit den Seitenlinien und der Formlinie der Nägel. Als nächster Feilschritt wird entlang des Nagelfalzes das Produkt ausgedünnt und erst zum Schluss die Oberfläche des Nagels in Form gefeilt. Danach müssen mit einem Buffer die Kratzer, die durch die Formbefeilung entstanden sind, herausgearbeitet werden. Noch bevor mit dem Design begonnen wird, muss man den Feilstaub gründlich entfernen.

Design
Mit weißem Farbgel malt Daniela ein abstraktes Ornament auf die Oberfläche und setzt noch ein paar Punkte hinzu. In einigen Feldern des Ornaments werden verschiedene Glittergele aufgetragen und im UV-Lichthärtungsgerät „gefroren“. „Wenn man mit Gel malen will, muss es über gewisse Eigenschaften verfügen. Es muss sehr hochpigmentiert sein, damit es auch dünn auftragbar ist. Es darf aber trotz der dünnen Konsistenz nicht verlaufen oder wegfließen“, beschreibt Daniela die Produkteigenschaften.

… (vollständiger Artikel in ProfNail 1, 2015)

Mit Dank an sommernail UG
www.sommernail.de

Pastell-Dream – schlichte Designmodellage Pastell-Dream – schlichte Designmodellage Pastell-Dream – schlichte Designmodellage