Facebook – ein rechtsfreier Raum?

Facebook brachte in der Nail-Industrie wohl die größte Marktveränderung in den letzten Jahren. Firmen, die nicht auf Facebook vertreten sind, verlieren einen sehr großen Marktanteil. Doch die Entwicklung, die man auf dieser Plattform beobachten kann, ist nicht immer positiv.

Schon oft haben wir über „Bilderklau“ und Copyrightverletzungen auf Facebook und den Sozialen Medien bzw. im Internet berichtet. Erst kürzlich mussten auch wir von der ProfNail feststellen, dass einige User unseren geschützten Markennamen dazu verwenden, eigene Interessen zu verfolgen. Trotz einer höflichen Aufforderung unsererseits, den Namen der Gruppe abzuändern, weil eine Verwechslungsgefahr besteht, erhielten wir weder eine Antwort noch wurden irgendwelche Schritte unternommen, diese Markenverletzung zu ändern.

Selbst die Betreiber von Facebook, die oftmals wegen mangelnden Datenschutzes in die öffentliche Kritik geraten, haben eindeutig in den Nutzungsbedingungen Folgendes festgelegt:

„ … sich als eine andere Person auszugeben, eine falsche Präsenz für eine Organisation bzw. mehrere Konten zu erstellen untergräbt die Gemeinschaft und verstößt gegen die Bedingungen von Facebook.

„Vergewissere dich, bevor du Inhalte auf Facebook teilst, dass du dazu berechtigt bist. Wir fordern dich auf, alle Urheberrechte, Handelsmarken und sonstige Rechte einzuhalten.“

Facebook kann eine tolle Plattform sein, um sein Studio, seine Ausbildungen oder den Vertrieb von Produkten zu fördern. Aber auch hier gelten Regeln und man sollte erwarten können, dass die Mitglieder die „Netiquette“ (Benimmregeln im Internet) kennen und auch einhalten.

In der Zwischenzeit haben die Gründer und Administratoren der Gruppe, die unser Markenrecht verletzt, Post von unserem Anwalt bekommen. Ein teurer Spaß, der wohl nur auf eine unzureichende Kenntnis der Rechtslage zurückzuführen ist.

Ihr ProfNail-Team

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Purple Butterflys

Schmetterlinge verbinden die meisten von uns mit Frühling und Sommer, mit schönem Wetter und dem Duft von Blumen im Garten. Als Jolifin das Titelbild mit der Anleitung schickte, lag noch Schnee und die Temperaturen waren alles andere als frühlingshaft. In der Hoffnung, dass die Vorboten des Frühlings endlich auch bei uns angekommen sind, wenn Sie diese Ausgabe in Händen halten, haben wir dieses Titelbild verwendet.

Butterflys oder auf Deutsch Schmetterlinge gibt es in knapp 160.000 Arten (Stand 2011). Jedes Jahr werden ca. 700 neue Arten entdeckt. Der deutsche Name Schmetterling kommt von dem ostmitteldeutschen Wort „Schmetten“ (bedeutet Schmand bzw. Rahm). Einige Arten werden denn auch von Rahm bzw. Schmand angezogen. Auch die englische Bezeichnung deutet auf denselben Ursprung hin. Butterfly, übersetzt als Butterfliege oder Buttervogel bezieht sich darauf, dass die Tiere beim Butterschlagen angelockt wurden. Dass Jolifin noch eine ganz eigene Beziehung zu Schmetterlingen hat, sieht man daran, dass im Firmenlogo ein stilisierter Schmetterling zu finden ist.

Anleitung
Für dieses extravagante Nail-Design muss zunächst der Naturnagel vorbereitet werden. Hierzu wird die Nagelhaut sorgfältig mit dem Propusher zum Nagelfalz zurückgeschoben. Reste der Nagelhaut, die sich auf dem Naturnagel abgelagert haben, lassen sich sehr gut mit dem Fräser entfernen. Anschließend den Nagel mit dem Buffer mattieren.

Nach dem Feilen der freien Nagelspitze wird der Feilstaub entfernt und der Tip geklebt. Für das Design verwenden wir die „Jolifin Extreme Pinch Tips“, mit denen Sie in nur wenigen Schritten eine perfekt ausgeprägte C-Kurve erstellen. Die Auswahl der Tipgröße spielt hierbei eine ganz entscheidende Rolle. Der Tip muss vor dem Setzen an die Seitenlinien der Nagelplatte angepasst werden, um einen optimalen Sitz zu gewährleisten. Wird der Tip zu klein gewählt, steht er unter Spannung und die Haltbarkeit wird stark beeinträchtigt. Ist der passende Tip gefunden, klebt man ihn mit dem „Jolifin Tip-Kleber“ auf den Nagel auf. Anschließend den Tip mit dem Tipcutter auf die gewünschte Länge kürzen.

Der Übergang vom Naturnagel zum Tip wird mit der Feile verblendet – aber vorsichtig, der Naturnagel sollte beim Angleichen des Tips nicht in Mitleidenschaft gezogen werden!

Für eine bessere Haftung der nachfolgenden Nagelmodellage trägt man den „Jolifin Primer“ dünn auf den Naturnagel auf und lässt das Produkt kurz an der Luft trocknen. Primer sollte sehr sparsam aufgebracht werden. Gegebenenfalls den Pinsel auf einem Zellstoffpad abtupfen, um überschüssigen Primer aus dem Pinsel zu entfernen.

Danach streichen Sie als Basis das „Jolifin Expressline Grundier-Gel“ auf den gesamten Nagel auf und lassen es 30 Sekunden unter LED oder 60 Sekunden unter UV aushärten. Grundiergel schafft die optimale Verbindung zwischen Naturnagel und darüber aufgetragenen Modelliergelen. Gerade Kollegen, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, sollten es bei jeder Neumodellage und bei jedem Rebalancierungstermin verwenden. Nun wird das Nagelbett mit dem „Cover Gel light natur“ abgedeckt und optisch etwas verlängert. Wir modellieren das Cover-Gel mit einem Spotswirl. Mit diesem kann das Gel sehr genau und gleichmäßig aufgetragen werden. Das Cover-Gel wird unter LED 60 Sekunden und unter UV 120 Sekunden ausgehärtet.

Jetzt zeichnen Sie mit dem „Jolifin Expressline Aufbau Gel rosé“ ein „unsichtbares French“ auf den Tip. Diese Schicht wird nicht ausgehärtet, da die Nagelspitzen mit der noch feuchten „French“-Schicht sofort mit dem „Jolifin Illusion Glitter II Dark Pink“ bestreut werden. Erst danach aushärten. Nach dem Aushärten kann überschüssiger Glitter mit dem „Jolifin Fächerpinsel“ entfernt werden.

… (vollständiger Artikel in ProfNail 2, 2015)

Mit Dank an Jolifin GmbH

www.jolifin.com

Purple Butterflys Purple Butterflys Purple Butterflys
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Vichy

In meiner Generation kennen das alle Mädels. Jede von uns hatte einen Rundumfaltenrock aus Pepita im Kleiderschrank. Hierzu wurden weiße Hemdblusen, rote Pullunder und weiße Kniestrümpfe sowie schwarze Lackschuhe getragen“, schmunzelt Terri Malon über den neuesten Trend im Bereich Airbrush. Dieses Muster, das man auch als Pepita oder Hahnentritt bezeichnet, versetzt uns in die 60er-Jahre zurück.

Vichy (englisch houndstooth check oder dogtooth check) ist immer Köperbindung mit diagonalen Auszügen im Gegensatz zu den rechtwinkeligen Auszügen bei Hahnentritt (Leinwandbindung). ... Die Bezeichnungen können nach Quellenlage unterschiedlich sein. Hahnentritt, Pepita und Vichy werden in der Modepresse, im Internet und in verschiedenen Fachbüchern uneinheitlich gehandhabt und oft nicht genau unterschieden. So tauchen diese Kleinkaros oft unter der undifferenzierten Sammelbezeichnung „Hahnentritt“ oder „Pepita“ (houndstooth, dogtooth, chicken‘s foot check) auf. Eine differenzierte Benennung bieten insbesondere Thomas Meyer zur Capellens „Lexikon der Gewebe“ und Janet Wilsons „Classic and modern Fabrics“. Die Benennung beruht hierbei in der Regel auf der bindungstechnischen Konstruktion der Gewebe.*

Entwicklung
Es ist immer wieder faszinierend, dass sich Trends in der Mode regelmäßig wiederholen. Den Look der 60er mit großen schwingenden Röcken und weit ausgeschnittenen, eng anliegenden Oberteilen sehen wir in den Modezeitschriften und Boutiquen jetzt wieder. Der Minirock war schon Mitte der 70er-Jahre ein Hit und letzten Sommer zogen er die Blicke der Männer wieder auf sich. Auch die Hotpants, die im vergangenen Winter mit blickdichten Leggings getragen wurden, waren im Sommer 71 das Angesagteste. „Getragen wurden sie damals mit Überkniestrümpfen und Schuhe mit Plateausohlen durften dabei nicht fehlen“, resümiert Terri, die diese Mode als Teenager selbst getragen hat. Wenn man dann die hier gezeigten Muster und Designs sieht, regen sich bei vielen Lesern der ProfNail sicherlich nostalgische Gefühle.

Anleitung
Wir haben Melanie Pressl, die das Hahnentrittdesign als Erstes bei Facebook veröffentlichte, gebeten, eine Anleitung hierfür zu erstellen und sie hat mit ihrer hier gezeigten Designmodellage diesen Retrostyle gekonnt in Szene gesetzt.

Zuerst werden die Naturnägel mit den Grundarbeitsschritten auf den Produktauftrag vorbereitet. Hierbei wird die Nagelhaut vorsichtig von der Nagelplatte angehoben und zum Nagelfalz zurückgeschoben. Nagelhautreste, die sich auf der Nagelplatte abgesetzt haben, mit einem Propusher entfernen und den Naturnagel gründlich mattieren. Nachdem der hierbei entstandene Feilstaub gründlich entfernt wurde, setzt Melanie eine Schablone unter die vorher in Form gefeilte freie Nagelkante an. Gegebenenfalls kann zu diesem Zeitpunkt die Nagelplatte mit einem Dehydrator entfettet werden. Zusätzlich ist durch den Auftrag eines Primers die Anhaftung des Modellageprodukts an die Nagelplatte optimierbar. Mit einem opaken Acrylpulver deckt Melanie die Nagelplatte ab und verlängert das Nagelbett optisch etwas über die Schablone. Die weiße French-Spitze wird direkt an die vorher exakt gezogene Smileline angedockt und bis zur gewünschten Länge modelliert. Nachdem das Produkt etwas angehärtet ist, nimmt man die Schablone vom Finger ab und pincht den Nagel in die gewünschte Form. Eine weitere Variante ist die Modellierung des kompletten Unterbaus des Nagels mit opakem Camouflagepulver. „Bei manchen Designs ist eine French-Spitze gar nicht nötig. Man spart sich mit einer durchgängig modellierten Spitze Arbeitszeit“, verrät Melanie. Über die modellierte Camouflageverlängerung, die nach dem Aushärten in Form gepincht und gefeilt wird, wird ein schwarzes Farbgel aufgetragen und im UV-Gerät ausgehärtet.

… (vollständiger Artikel in ProfNail 2, 2015)

Mit Dank an Melanie Pressl
www.brush-it.com

*Quelle: Wikipedia

Vichy Vichy Vichy
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Velvet-Design – Ton in Ton

In den vergangenen Monaten wurden im Bereich Nail-Art eine Menge neue Produkte, Materialien und Techniken vorgestellt. Liquid-Stones, Foliendesign, Chrome-Smilelines und auch Samt- bzw. Velvet-Design inspirieren die Nail-Designer zu immer neuen Kreationen und wunderschönen Modellagen. Irina Shalina, die in Russland eine sehr gefragte Nail-Designerin und Ausbilderin ist, hat für diese Ausgabe eine edle Designmodellage mit dem „Samtsand“ von CreaBliss entworfen.

Die Puder, die von den Nail-Design-Firmen verkauft werden, unterscheiden sich in Konsistenz, Farbe, Körnung und Zusammensetzung. Manchmal samtig weich oder mit Glitter, manchmal grobkörnig oder farblos sind die Varianten, die in unterschiedlicher Art und Weise verarbeitet werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung
„Gerade bei Modellagen, die sehr lang designt werden, sollten die Naturnägel ganz besonders gründlich auf den Produktauftrag vorbereitet werden. Hierzu wird die Nagelhaut vorsichtig von der Nagelplatte angehoben und zum Nagelfalz zurückgeschoben. Hautablagerungen entfernt Irina mit einer elektrischen Feile, die mit einem eigens für diesen Arbeitsschritt entwickelten Schleifer ausgestattet wird. Dann den Naturnagel kürzen und die Nagelplatte gründlich mattieren. Nun wird eine Schablone angesetzt und zuerst das Nagelbett mit einem opaken Camouflagepulver abgedeckt. Direkt an die Kante der sehr dramatisch gezogenen Smileline setzt Irina ein großes Bällchen weißes Produkt und modelliert die freie Nagelspitze bis zum Ende der Schablone. Die Designerin wartet, bis das Produkt etwas angehärtet ist (beim Klopftest ertönt ein heller Ton), und die Oberfläche matter erscheint. Jetzt den Nagel mit einer Pinchpinzette in die gewünschte schlanke Form pinchen. Um zu verhindern, dass das Produkt wieder etwas „aufgeht“, wird der Nagel mit einer Pinchklemme so lange fixiert, bis das Produkt ausgehärtet ist.

Irina feilt dann den Nagel in eine perfekte Form und überzieht ihn komplett mit einem Versiegelungsgel, das im UV-Lichthärtungsgerät ausgehärtet wird. Mit einem standfesten und hochpigmentierten weißen Farbgel malt man eine Kante entlang der Smileline. Hierbei wird die Kante dünn am Flügel begonnen und am tiefsten Punkt der Smileline verbreitert, bis sie am anderen Flügel wieder verjüngend zuläuft. Zusätzlich malt Irina noch ein paar Linien über die weiße Nagelspitze. In das feuchte und noch nicht ausgehärtete Farbgel wird der Samtsand gestreut und danach im UV-Lichthärtungsgerät ausgehärtet. Überschüssigen Samtsand mit einer weichen Bürste von der Nageloberfläche abnehmen. Zum Abschluss noch ein paar Strasssteinchen auf die Samtlinien aufsetzen.

(vollständiger Artikel in ProfNail 2, 2015)

Mit Dank an Irina Shalina
www.creabliss.de

Velvet-Design – Ton in Ton Velvet-Design – Ton in Ton Velvet-Design – Ton in Ton