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Bildrechte – und was dabei zu beachten ist

Eine ganz normale Situation: Eine Firma, angesiedelt im Bereich Nail-Design, ist auf der Suche nach schönen Bildern für ein Design oder ein Produkt. Natürlich ist dies wohl die alltäglichste Situation im Firmenalltag. Nun gut – man hat einen Designer gefunden, man wird sich über den Preis und den Inhalt des Bildes einig. Der engagierte Nail-Designer macht die Nägel und schickt das Bild bzw. die Bilder aus unterschiedlichen Blickwinkeln an die Firma. Eines der Bilder (vielleicht auch mehrere) gefällt der Firma, sie kauft ein und bezahlt den Nail-Designer für seine Arbeit.

Aber wer denkt, dass die Angelegenheit damit erledigt sei, der hat falsch gedacht. Laut deutscher Rechtsprechung muss bei Veröffentlichung des Bildes immer noch derjenige genannt werden, der die Bildrechte hält. In den meisten Fällen ist es die Person, die auf den Auslöser gedrückt hat, also der Fotograf. Unfair? Oder doch richtig? Darüber mögen sich die Geister bzw. die Parteien streiten, aber die hier geschilderte Situation hat weitreichende Folgen für Firmen und Nail-Designer zugleich.

Kürzlich wurde uns ein Fall bekannt, bei dem genau dies vorgefallen war. Eine bekannte Firma kauft ein Bild von einer Kollegin ein. Diese schickte das Bild mit dem Hinweis „Zur weiteren Verwendung“ an die Firma. Und dann passierte etwas völlig Normales: Die Firma leitete das Bild an alle Distributoren weiter, um die darauf gezeigten Artikel (Nail-Art-Accessoires) zu bewerben und zu verkaufen. Ein in Deutschland ansässiger Vertrieb erhielt aber eine anwaltliche Abmahnung und eine Aufforderung zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung. Grund hierfür war, dass das Bild nicht lizenziert war – also der Halter der Bildrechte nicht benannt wurde. Die Kosten des Rechtsstreits belaufen sich derzeit schon auf mehr als 4.000 Euro.

Die Folgen sind klar. In Zukunft werden Firmen wohl keine Bilder mehr von Nail-Designern, die nicht direkt für die Firma arbeiten, einkaufen. Ein lukrativer Nebenverdienst für Kollegen, die schöne Arbeiten machen und diese auch gerne gegen Bezahlung weitergegeben haben, fällt hiermit weg.

Schon schade, dass durch das Verhalten eines Nail-Designers die gesamte Industrie leiden muss.

Redaktion ProfNail

 

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Regenbogentropfen – trendiger Effekt mit einfacher Geltechnik

Meine Kunden wollen aber immer ein Design auf der Modellage“, berichtet uns Natalia von der Arbeit in ihrem Studio. Das hier gezeigte Design fiel uns in Facebook auf und wir haben Natalia gebeten, eine Anleitung zu erstellen. Natürlich war das Design schon fertig und deshalb hat die Designerin die Arbeitsschritte für die Veröffentlichung in der ProfNail nochmals am Nail-Trainer gearbeitet.

Die Arbeitszeit ist bei der Preiskalkulation im Studio der größte Faktor. Aus diesem Grund sollten Extraleistungen auch immer im Preis berücksichtigt werden. Die meisten Kollegen stellen jedoch fest, dass die Kunden nicht gewillt sind, zusätzlich für ein Design zu bezahlen. Dann muss zwischen einem Design, das schnell und effizient fertiggestellt werden kann, oder eben dem Verzicht auf ein Design entschieden werden. Natalia Kulmann zeigt uns hier eine extravagant aussehende Designmodellage, die mit nur geringem zusätzlichen Zeitaufwand erstellt werden kann.

Anleitung
Gerade bei der hier gezeigten Länge ist die gründliche Vorbereitung des Nagels besonders wichtig. „Die Hebelwirkung, die aufgrund dieser Länge auf die Nagelplatte entsteht, ist nicht zu unterschätzen. Bei einer schlechten oder schlampigen Vorbereitung entstehen innerhalb kurzer Zeit Materialliftings oder unter Umständen sogar ein Nagel- bzw. Nagelbettbruch“, warnt Natalia. Auch die Passform der Schablone spielt für die Statik der Modellage und hiermit auch für deren Haltbarkeit eine wichtige Rolle. „Schablonen müssen dem Naturnagel angepasst werden. Hierfür schneide ich den Ausschnitt der Schablone so zurecht, dass dieser genau der Form des Hyponychiums entspricht“, erläutert Natalia weiter. Nach dem Auftrag und der Aushärtung von Haftvermittlungsgel bringt man als nächste Produktschicht klares Schablonen-Gel über den Naturnagel bis zur Spitze der Schablone auf und polymerisiert es im UV-Lichthärtungsgerät. Mit Make-up-Gel über Nagelbett und Stilettospitze den Nagelaufbau modellieren. Dieser wird ca. 15 – 20 Sekunden im UV-Gerät angehärtet und danach in die gewünschte Form gepincht. Mit der Pinchklemme am Nagel wird er nochmals für die komplette Aushärtezeit (2 Minuten) im UV-Gerät belassen. Nun nimmt Natalia die Inhibitionsschicht mit einem mit Cleaner getränkten Zellstoffpad ab und feilt den Nagel in eine perfekte Form. „Gerade bei der Stilettoform muss die Spitze des Nagels unbedingt auf die Mitte des Nagelbetts zentriert sein. Die extreme Länge lässt es nicht zu, dass man hierbei etwas nachlässig arbeitet. Zu leicht würden die Nägel dann schief und unförmig aussehen“, betont Natalia. …

(vollständiger Artikel in ProfNail 1, 2016)

Mit Dank an Natalia Kulmann

 

Regenbogentropfen – trendiger Effekt mit einfacher Geltechnik Regenbogentropfen – trendiger Effekt mit einfacher Geltechnik Regenbogentropfen – trendiger Effekt mit einfacher Geltechnik
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Gold Marie – 2. Platz Nail Award 2015

Die Teilnahme an Livemeisterschaften liegt nicht jedem Nail-Designer: „Ich bin viel zu aufgeregt, um bei einer Livemeisterschaft mitzumachen“, so die Aussage von Patricia Offergeld vor noch nicht einmal einem halben Jahr. „Mir hat die Aufregung bei der HWK-Prüfung schon gereicht“, begründet sie ihre Entscheidung. Nun, wir wissen: In der Zwischenzeit hat Patricia doch an Livemeisterschaften, nämlich der „Nail Noblesse“, teilgenommen und in der „Streetview Nail Art“ in der Division I den 1. Platz und damit den Titel „Countess of Streetview Nail Art“ erreicht. Trotz ihres Lampenfiebers, das Patricia bei Liveauftritten, wie Meisterschaften und Prüfungen, plagt, ist sie eine talentierte Nail-Designerin, die auch an der „Tip Box Competition“ sowie am Fotowettbewerb „Nail Award 2015“, der zeitgleich in Kalkar stattfand, teilgenommen hat.

„Der Fotoshoot für den ‚Nail Award‘ hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Planung der Kostüme, das Make-up und die Frisur, sowie dann der Termin beim Fotografen, waren zwar ein Riesenaufwand, aber die Bilder, die ich jetzt von meinen eigenen Modellagen habe, sind für das Marketing meines Studios und meiner Ausbildungen sehr viel wert. Gute Bilder zu haben, die Nägel zeigen, die man selbst hergestellt hat, sind für eine effektive Werbung unerlässlich!“, berichtet Patricia über den Ertrag ihrer Arbeit.

Vorbereitung
Monate vor dem eigentlichen Fotoshoot plante Patricia schon alles akribisch für diesen Termin. „Der Termin bei einem Fotografen kostet ja einiges an Geld und aus diesem Grund muss dann schon wirklich jeder Aspekt im Vorfeld passen. Kostüme, Make-up, Frisur und natürlich die Modellagen mussten so erstellt werden, dass an dem Termin alles glatt laufen konnte“, erzählt Patricia. Nachdem sie die Kostüme gefunden hatte, stimmte sie darauf auch das Make-up und die Modellagen ab. Schon in der letzten Ausgabe haben wir über die Erstellung der Modellage passend zum Kostüm „Maleficient“ berichtet, doch die Platzierung auf dem Fotowettbewerb „Nail Award 2015“ erzielte Patricia mit dem Bild „Gold Marie“!

 Anleitung
Natürlich beginnt Patricia mit den Grundarbeitsschritten zur Vorbereitung des Naturnagels auf den Produktauftrag. „Ja, es war eine Modellage nur für den Fotoshoot, die nach dem Termin beim Fotografen gekürzt wurde, aber dennoch sollte ja die Anhaftung optimal sein, denn während der Aufnahmen durfte sich unter gar keinen Umständen ein Nagel verabschieden“, erklärt Patricia ihre Vorgehensweise. Nach der Vorbereitung wird eine Schablone unter der freien Nagelkante angesetzt und die Nagelplatte mit einem deckenden Camouflagepulver abgedeckt und etwas über die Schablone verlängert. Um die Stilettoform der Modellage optisch zu optimieren, feilt Patricia die Nagelbettabdeckung zu einer spitzen Form. Auch die Oberfläche des Materials zu diesem Zeitpunkt schon glätten und entlang des Nagelfalzes ausdünnen. Nun setzt man eine extra lange Stilettoschablone unter die freie Nagelkante an und presst sie in die gewünschte, sehr schmale Form. Mit goldfarbenem Acrylpulver modelliert die Designerin die extra lange Stilettospitze und setzt in das noch feuchte Produkt Goldflimmer ein. „Die Goldflimmer sollten gut angedrückt werden, da diese sonst aus dem Überzug ragen könnten. Nicht nur dass dies unschön aussähe, es bereitet unter Umständen auch Probleme mit der Haltbarkeit, da die Goldflimmer auch Feuchtigkeit aufnehmen bzw. weiterleiten können“, warnt Patricia. Neben den Goldflimmer werden noch Goldglitter, Strasssteinchen, goldene Perlchen und Blattgold auf die Stilettospitze gelegt und festgedrückt. …

(vollständiger Artikel in ProfNail 1, 2016)

Mit Dank an
Paricia Offergeld
www.patriciaoffergeld.de

 

Gold Marie – 2. Platz Nail Award 2015 Gold Marie – 2. Platz Nail Award 2015 Gold Marie – 2. Platz Nail Award 2015
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Laveni® – perfekte Ergebnisse, auch in schwierigen Situationen

 „Wir möchten gerne eine Gelserie von Ihren Lesern testen lassen. Ist das möglich? Und wenn ja, wie können wir vorgehen? Wenn die Leser der ProfNail das für gut befinden, dann sind wir sicher, dass diese Produktserie mit Erfolg im Markt platziert werden kann“, so die Anfrage der Firma Pretty Nail Shop24 Ende November. Dies zeigt, dass die Leser der ProfNail und die Mitglieder in unserer Facebook-Gruppe von den Firmen als sehr professionell und anspruchsvoll wahrgenommen werden.

„Wir starteten eine Anfrage in der Facebook-Gruppe ProfNail und natürlich wurde auch in der Dezemberausgabe ein Aufruf veröffentlicht, der um Testpersonen warb. Es gab zahlreiche Reaktionen, mehr als die Firma erwartet hatte, und so konnte sie die Besten auswählen, die dann mit den Produkten bestückt wurden. Der Produzent hatte auch Fragebögen zusammengestellt, die nach den Tests beantwortet wurden“, erläutert Terri Malon den Ablauf des Produkttests.

Hintergrund
Die Firma Pretty Nailshop 24 GmbH wird von den Nail-Designern oft als „Billiganbieter“ wahrgenommen. Dabei hat die Firma ein großes Angebot an qualitativ guten Produkten, die für den preisbewussten Nail-Designer hervorragend geeignet sind. „Natürlich haben wir auch regelmäßig Angebote, um dem Schnäppchenjäger etwas zu bieten. Jedoch sind alle Produkte nach geltendem Recht für die Verarbeitung im Studio zugelassen und entsprechen der EU-Kosmetikverordnung. Wir haben eine exklusive Produktserie entwickelt und wollten ein unvoreingenommenes Urteil der Profis. Deswegen haben wir diesen Weg der neutralen Produkttester gewählt“, so die Geschäftsleitung von PNS24.

Produkte
Insgesamt wurden den Produkttestern folgende neun Gele zur Verfügung gestellt: Grundier-Gel, Grundier-Gel Ultrabond, 1-Phasen-Gel, Fiberglas-Gel Repair, Fiberglas-Gel Klar, Fiberglas-Gel rosé, French-Gel soft-white, French-Gel white und Versiegelungsgel. Neben Fragen zum Auftrag und Aushärteverhalten wurden auch solche zur Haltbarkeit und dem Preis gestellt. Ob man das Produkt empfehlen würde, sollte ebenfalls angegeben werden.

Testergebnisse
Die Firma legte die Testberichte der Redaktion zur Auswertung vor. Insgesamt haben 70 Produkttester die Produkte erhalten und an dieser Aktion teilgenommen. „Wenn man eine Gesamtnote vergeben will, dann ist diese 1 bzw. 2+ (Durchschnittsnote 1,75). Folgende Fragen, die mit Noten zu bewerten waren, wurden gestellt: Wie ist die Haftung des Testprodukts? Wie das Auftragen des Testprodukts? Die Bewertungsstufen waren sehr gut, gut, weniger gut und schlecht. Auch die Konsistenz und Viskosität sollte nach Klassen eingeteilt werden. Ob sich das Gel glatt zieht bzw. ob es in den Nagelfalz läuft, war mit Ja bzw. Nein zu beantworten.

Zusammenfassung
Hier eine Zusammenfassung der aussagekräftigsten Fragen und die Antworten und Bewertungen der Tester. …

(vollständiger Artikel in ProfNail 1, 2016)

Laveni® – perfekte Ergebnisse, auch in schwierigen Situationen Laveni® – perfekte Ergebnisse, auch in schwierigen Situationen Laveni® – perfekte Ergebnisse, auch in schwierigen Situationen