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Aus dieser Ausgabe

In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen einige neue Dienstleistungen und Produkte vor. Etwas, das für die ProfNail eher ungewöhnlich ist, denn wir konzentrieren uns meist ausschließlich auf die traditionellen Serviceangebote im Nagelstudio wie Naturnagelüberzüge, Modellagen und Verlängerungen der Nägel, Nail Art und natürlich alles, was mit diesen Leistungen in Verbindung steht.

Aber in dieser Ausgabe haben wir neben „Wimpern in der Flasche“ und einer völlig genialen „Hyaluron-Therapie“ auch noch „Sugaring“ für Sie recherchiert und ausführlichst beschrieben. Lesen Sie hierzu Beiträge auf den Seiten 13 - 15 zu „Sugaring“, auf der Seite 20 können Sie sich über die „Wimpern in der Flasche“ informieren und auf den Seiten 34 und 35 erzählt Ihnen Terri Malon über ihre eigenen Erfahrungen mit der „Hyaluron-Therapie“ von beautylines.

Aber natürlich ist das Thema Fingernägel, Nagelstudio, Nail-Art und Modellagen wie immer auch in sämtlichen Facetten des Studioalltags beschrieben. Wir begrüßen in dieser Ausgabe auch einen neuen Autor – „Joe S.“, Ausbilder und HWK geprüfter Nail Designer betrachtet den Studioalltag von Heute und gibt Ratschläge über den Preiskampf am deutschsprachigen Markt. „Joe S.“ wird in den nächsten Ausgaben immer wieder heikle Themen aufgreifen und mit praxisnahen Tipps sowie eigenen Erfahrungen zur Klärung beitragen. Sie können „Joe S.“ auch direkt anschreiben – Joe.S-ProfNail@web.de. Er wird gerne Ihre Kommentare und auch Themenvorschläge entgegen nehmen.

Noch eine brandaktuelle Neuheit kam kurz vor Drucklegung bei der Redaktion der ProfNail an. Laveni ®, die neue Produktmarke von PrettyNailshop 24, stellte gerade die neuen Farbgele zum Test bereit. Eine Kollegin, die auch schon die Modellage-Gele testen durfte, hat uns über ihre ersten Erfahrungen berichtet: „Tolle Konsistenz, deckt beim ersten Auftrag und härtet sehr gut durch – vor allen Dingen ist das bei Schwarz oder Weiß ganz wichtig. Ich arbeite ja schon mit den Modellage-Gelen aber ich werde in Zukunft sicherlich auch die Farbgele von Laveni ® kaufen!“ Mehr Informationen über die neuen Farbgele von Laveni ® wird es in der nächsten Ausgabe geben.

Ihr ProfNail-Team

 

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Gel ist nicht gleich Gel!

Bio Sculpture ist seit vielen Jahren als führende Marke im Bereich ablösbare Gele etabliert. Tatsächlich war Bio Sculpture die erste Firma weltweit (1988), die eine komplette Produktlinie von ablösbaren Modellage- und Farbgelen vorstellte. Lange bevor Gel-Lacke überhaupt ein Thema in den Studios waren, hat Bio Sculpture schon Nail Designer weltweit ausgebildet, wie man schöne und haltbare Modellagen erstellt und diese auch wieder rückstandslos ablösen und entfernen kann.

Schon in der Ausgabe 3/2006 haben wir von der ProfNail eine Anleitung über das Ablösen von (Bio Sculpture) Gel veröffentlicht. „Das Besondere an den Produkten von Bio Sculpture ist aber vor allen Dingen die Art und Weise, wie sich das Gel ablösen lässt: Bei herkömmlichen Produkten wird das Gel durch ein Lösungsmittel zersetzt und die daraus resultierende zähe Masse muss mit einem Holzstäbchen vom Fingernagel abgekratzt werden. Bei Bio Sculpture wird zwar auch ein Lösungsmittel verwendet, jedoch lösen sich kompakte Produktstücke, die dann einfach vom Nagel weggeschoben werden“, erklärt Terri Malon, die für den Artikel „Gel Ablösbar – Soak off“ schon 2006 ein Seminar bei Bio Sculpture besuchte.


Vertrieb

Neben den einzigartigen Gelprodukten gibt es aber bei Bio Sculpture auch im Marketing besondere Strategien. Um die Modellage-Gele von Bio Sculpture einkaufen zu können, muss ein Nail Designer die Ausbildung absolvieren. „Die Verarbeitung der Produkte ist völlig anders als herkömmliche Gele. Wenn diese Besonderheiten nicht beachtet werden, könnte es zu Problemen bei der Trageeigenschaft und der Haltbarkeit der Modellage kommen. Viele Nail Designer machen dann aber das Produkt dafür verantwortlich, wenn die Ursache eigentlich in der Verarbeitung liegt. Dem möchten wir vorbeugen und verkaufen die Produkte nur an von uns geschulte Nail Designer“, erklärt uns Angela Ebert, Schulungsleitung der Firma Bio Sculpture in Deutschland. Während die Grundausbildung zum Nail Designer vier Tage dauert, muss ein Nail Designer, der schon eine anderweitige Ausbildung nachweisen kann, nur noch zwei Tage geschult werden. Themen wie Naturnagelverstärkung, Verlängerung mit Schablone, French-Style, Colour Gel, Reparatur mit Seide und natürlich das fachgerechte Ablösen der Modellage sind die Inhalte dieser zwei Tage.

Sicherlich ist diese Art der Vermarktung nicht dazu geeignet, das schnelle Geld, bzw. den schnellen Umsatz für die Vertriebsfirma zu generieren, jedoch sichert diese eigenwillige Strategie auch eine loyale und erfolgreiche Klientel, die langfristig erfolgreich im Studio arbeitet.


Bio Sculpture geht neue Wege!

Auf der Beauty im März 2016 stellte Bio Sculpture sein neues Gel-Lack-System vor. „Die grundlegende Evo-Innovation: das nagelneue und medizinisch zertifizierte Oxygenating Base Gel. Es versorgt den Naturnagel mit den angereicherten Vitaminen A und E, sowie Proteinen. Der Name ist (Pflege) Programm: Oxygenating Base Gel bildet die stabile, flexible Basisschicht und gewährleistet, dass Sauerstoff den Naturnagel durchströmen kann – bis zur Nagelplatte und zurück. Gleiches gilt für Wasserdampf-Moleküle. Das sind elementare Vorteile für gesunde Nägel“, so die Erklärung der Firma. 

Ob man das nun als Nail Designer glaubt, oder eben nur als eine geniale und für den Kunden nachvollziehbare Marketingstrategie ist, bleibt dahingestellt. Fakt ist, dass sich Bio Sculpture eben immer ein bisschen anders, und ein wenig exklusiver vermarktet. Evo kann von allen ausgebildeten Nail Designern und Beauty Professionals gekauft werden – aber eben auch dieses Mal nur und exklusiv von Profis. „Wir werden niemals an den Endkunden verkaufen. Wer mit Bio Sculpture arbeiten möchte, muss einen Gewerbeschein aus der Beauty Branche an die Firma mailen“, erläutert die Geschäftsleitung von Bio Sculpture in Deutschland.

Bio Sculpture – eine innovative und weltweit erfolgreiche Hersteller- und Vertriebsfirma steht für ein sehr besonderes Gelsortiment.

www.biosculpture.de

Gel ist nicht gleich Gel! Gel ist nicht gleich Gel! Gel ist nicht gleich Gel!
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Aufgepeppte French-Modellage

Gerade zu besonderen Anlässen ist die Farbe Rot, kombiniert mit Herzchen, immer wieder gefragt. Aber nicht jede Kundin mag Fullcover Rot. Julia Michel, die schon in der Vergangenheit Bilder für Designs an die ProfNail geschickt hat, zeigt uns in diesem Beispiel, wie man ganz simpel, besondere und extravagente Fingernägel, gestalten kann.

One-Stroke ist eine Nail-Art-Technik, die schon seit einigen Jahren von den Kollegen gearbeitet wird. Hierbei wird ein Pinsel mit zwei Farben geladen und beim Auftrag vermischen sich diese Farben ineinander. „Der Trick hierbei ist es, die Farben immer in der gleichen Richtung aufzusetzen, denn der Effekt des Farbverlaufs, der gleichzeitig einen visuellen 3-D-Effekt bewirkt, kommt nur dann zur Geltung“, verrät Julia.


Anleitung

Nach der Vorbereitung des Naturnagels mit den Grundarbeitsschritten setzt Julia New-Style-Tips zur Verlängerung am Nagel an. Nach dem Kürzen und Mattieren der Tips wird ein Haftvermittlungsgel über Nagelbett und Tip aufgetragen und im UV-Gerät ausgehärtet. Nun mit einem deckenden Make-up-Gel das Nagelbett abdecken und optisch etwas über den Tip verlängern. Noch bevor das Gel im UV-Gerät aus-gehärtet wird, perfektioniert Julia die Smileline mit dem sauberen Pinsel. Mit weißem French-Gel modelliert man an-schließend die Spitze der French-Modellage. Am Ringfinger malt die Designerin mit dem weißen Gel entlang des Nagelfalzes einen Rahmen. Nach dem Polymerisieren im UV-Gerät legen wir rote Glitterpartikel in die Inhibitionsschicht ein. Mit klarem Aufbau-Gel wird nun der komplette Nagel überzogen und der Apex modelliert. Ist das Gel ausgehärtet, nimmt Julia die Inhibitionsschicht ab und feilt den Nagel in die gewünschte Form. Nachdem die Feilspuren mit einem Buffer herausgearbeitet wurden, nimmt man den Staub ab. Rote Aquarellfarbe dient dazu, entlang der Smileline und der weißen Produktlinie im Nagelfalz einen Farbverlauf zu erstellen. Hierfür wird eine feine Linie mit der Farbe aufgemalt und dann in eine Richtung (zur freien Nagelkante hin) verstrichen. Im Nagelbett danach mit der oben erklärten One-Stroke-Technik eine große Blüte aufmalen und daneben eine etwas kleinere Blüte zu einem Bouquet setzen. Weiße Farbtupfer bilden die Blütenmittelpunkte, die mit schwarzer Farbe akzentuiert werden. Dann wird mit einem Versiegelungsgel der komplette Nagel überzogen und im UV-Gerät „gefroren“. Mit weißem Gel malt Julia zum Abschluss noch ein paar Linien und Punkte entlang der Seite bis zur Spitze des Nagels und härtet auch dies im UV-Gerät aus. Nach dem Abnehmen der Inhibitionsschicht wird die Nagelhaut noch mit Öl gepflegt.

Mit Dank an Julia Michel

www.nageldesignmichel.de

 

Aufgepeppte French-Modellage Aufgepeppte French-Modellage Aufgepeppte French-Modellage
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Samtig weiche Haut – Ganz ohne lästige Behaarung

Der Sommer steht vor der Tür und spätestens jetzt werden die Kundinnen an wunderschöne Sommerkleider denken, die behaarte Beine und lästige Haare unter den Achseln zutage treten lassen. Während des Winters und wegen des Tragens von Hosen oder Langarmshirts bzw. Blusen wurde das tägliche Rasieren bzw. Epilieren nicht ganz so regelmäßig absolviert. Doch in den kommenden Sommermonaten verlangen Shorts, Kleider oder T-Shirts einen anderen Umgang mit der Behaarung.

„Wir wollten, dass der Name unserer Produkte auch eine Botschaft transportiert. Natürlich sollte auch noch eine Webseite zur Verfügung stehen, denn schließlich macht sie die Vermarktung doch ein Stück weit einfacher. Die Enthaarung mit Zuckerpaste kommt ursprünglich aus der Türkei. Nach etwas Brainstorming kamen wir auf den Begriff ‚Samt‘! Auf türkisch heißt er ‚Kadife‘ –
el Kadife war geboren!“, berichtet uns Susanne Behringer, Firmengründerin von el Kadife über den Hintergrund des Firmennamens. Samtig weiche Haut – das Versprechen, das el Kadife bereits im Namen führt.

 

Methoden

Zur Entfernung lästiger Haare bzw. Behaarung gibt es eine ganze Anzahl von unterschiedlichen Methoden.

Rasieren – Die herkömmlichste Methode ist das Rasieren, das viele Menschen wohl während des Duschens absolvieren. Bei normalem Haarwachstum müssen etwa zwei- bis dreimal pro Woche Beine, Achseln und die Bikinizone rasiert werden.

Enthaarungscremes – Wer nicht rasieren möchte, weil u. U. die Haare stärker und dunkler nachwachsen, kann zu Enthaarungscremes greifen. Die Creme oder der Schaum wird auf die zu enthaarenden Körperregionen aufgetragen und nach einer Einwirkzeit von einigen Minuten mit einem Schwamm oder Plastikschaber abgenommen. Vor der ersten Verwendung sollten aber Verträglichkeitstests durchgeführt werden. Der Wirkstoff (Thioglykolsäure) kann bei empfindlicher Haut zu Irritationen führen. Die Enthaarung mit Cremes wird in der Regel ein- bis zweimal pro Woche angewandt.

Epilieren – Wer eine etwas länger anhaltendere Enthaarung wünscht, muss zu anderen Mitteln greifen. Das Epilieren ist eine Methode, für die man schon ein gewisses Maß an Schmerzunempfindlichkeit benötigt. Kleine rotierende Minipinzetten gleiten über die Hautstellen und zupfen die Haare aus. Für eine effektive Anwendung muss das nachgewachsene Haar ca. 0,5 Millimeter lang sein.

Heiß- bzw. Kaltwachs – Eine weitere Methode Beine, Achseln, Bikinizone oder das Damenbärtchen zu entfernen, ist die Heiß- und Kaltwachsmethode. Beim Heißwachs wird vorher erwärmtes Wachs auf die behaarte Hautpartie aufgetragen, danach wird ein Stoff oder Plastikstreifen darüber gelegt und nach kurzem Warten (das Wachs soll erkalten) mit einem schnellen Ruck gegen die Wuchsrichtung der Haare abgezogen. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, also möglichst alle Haare dieser Hautpartie zu entfernen, sollte die Haut vor dem Abziehen gestrafft werden. Kaltwachs gibt es im Handel schon in vorgefertigten Streifen zu kaufen. Diese werden auf die Hautpartie aufgedrückt und mit einem Ruck (gegen die Wuchsrichtung) wieder entfernt. Dies kostet aber etwas Überwindung, da das Entfernen der Gewebe- bzw. Plastikstreifen dann doch etwas schmerzt. Die behandelten Regionen bleiben jedoch für bis zu vier Wochen glatt und unbehaart.

Eine weitere Methode zur langfristigen Haarentfernung ist das sogenannte „Sugaring“, das in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Ähnlich wie beim Heißwachs wird eine erwärmte Zuckerpaste auf die Hautpartie aufgetragen und mit einem kurzen Ruck entfernt. Da die Zuckerpaste in unterschiedlichen Konsistenzen erhältlich ist, kann sie nach den Bedürfnissen des Kunden bzw. den Ansprüchen seiner Haut gewählt werden. Darüber hinaus wird die Zuckerpaste mit der Wuchsrichtung des Haares entfernt, was weniger schmerzhaft und damit auch schonender für die betroffene Hautpartie ist.

Produkte von el Kadife

Susanne Behringer hat die Produkte ihrer Firma nach ihren Vorstellungen entwickeln lassen und bietet heute dem Profi ein in sich stimmiges Produktsortiment. Dazu gehören unterschiedliche Zuckerpasten (Strong, Soft, Extra Soft und Ultra Soft), wovon einige in einem formschönen Wärmer auf die gewünschte Verarbeitungstemperatur erhitzt werden können. Zusätzlich wird die Hautpartie mit der „Vorbereitungslotion“ gereinigt. Direkt nach der Haarentfernung mit der Zuckerpaste wird das „Silber Tonic“ aufgetragen, ein Spray, das beruhigend wirkt und die auftretende Rötung schnell abklingen lässt. Nach der Behandlung wird die Verwendung des für die Hautpartie geeigneten Enzymprodukts empfohlen. „Wir führen zwei unterschiedliche Enzymprodukte. Das Enzymgel wird direkt nach der Behandlung und bis zu vier Tagen nach dem Sugaring verwendet. Es reduziert das Haarwachstum und sorgt für eine glatte, samtige Haut. Die Enzymlotion wird ab dem 5. Tag aufgetragen und läßt die Haare heller, weicher und feiner nachwachsen. Für die Kundin bedeutet dies, dass die Abstände zwischen den Epilationsanwendungen immer größer werden“, erläutert Susanne. Die Enzymlotion gibt es als „Face“ für das Gesicht und als „Body“ mit Sheabutter für die Pflege des Körpers. Ein „Enzym Deo“ und ein „Peeling mit Cellulosekörper“ komplettieren das Produktsortiment. Natürlich gibt es für die Verwendung im Studio auch die passenden Handschuhe sowie alle Hilfsmittel, die für diese Service- Ë leistung benötigt werden. „Wir stehen für hochwertige Qualität zu bezahlbaren Preisen! Gutes Handwerkszeug und gründliche Schulung, sowie individuelle Beratung sind unser Markenzeichen! Als Hersteller haben wir den direkten Draht zu unseren Kunden und reagieren sehr gerne auf Wünsche und Anregungen zur Optimierung der‚el Kadife high class Body Sugaring‘-Linie. Durch die Einführung unserer drei neuen Produkte haben wir nun unsere Serie vervollständigt! Lassen Sie sich in einem persönlichen Gespräch von uns beraten. Wir freuen uns auf Sie“, so das Credo von Susanne Behringer, der Firmeninhaberin von
el Kadife.


Susanne Behringer

Die Unternehmerin absolvierte einst eine Sugaringschulung. „Jedoch empfand ich die Informationen, die während dieser Schulung vermittelt wurden, sehr dürftig – viele meiner Fragen blieben unbeantwortet. Dies war der Auslöser, mich selbst über das Thema Sugaring zu informieren und ein eigenes Schulungssystem inklusive einer Produktserie zu entwi-ckeln“, erzählt Susanne Behringer rückblickend. Heute ist sie einer der renommiertesten Profis im Bereich Sugaring und el Kadife wurde zur führenden Marke im deutschsprachigen Raum.

(vollständiger Artikel in ProfNail 3, 2016)

Mit Dank an Susanne Behringer

www.elkadife.de

Samtig weiche Haut – Ganz ohne lästige Behaarung Samtig weiche Haut – Ganz ohne lästige Behaarung Samtig weiche Haut – Ganz ohne lästige Behaarung